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Zweimal Gold bei der ZKV-Fahrmeisterschaft gab es für Stefan Ulrich.
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Doppelmeister Ulrich

07.08.2018 11:29
von  Claudia A. Spitz //

Stefan Ulrich präsentierte sich in guter Form und holte sich den Meistertitel bei den Einspännern S und gleich auch noch bei den Zweispännern. Ebenfalls mit zwei Medaillen gingen Marcel Luder und Toni Windlin nach Hause.


Das Wochenende, das als eines der heissesten in die Geschichte eingehen wird, bot in Bern guten Fahrsport. Wahrscheinlich zum ersten Mal in der Geschichte des ZKV gab es einen Doppelmeister, also ein Fahrer mit je einem Titel in zwei Kategorien. Bei den Einspännern S wurde hart um den Sieg gekämpft. Die beste Dressur zeigte Michael Barbey mit Kalao des Arreneys CH vor Leonhard Risch und Chadow CH. Stefan Ulrich lag nach dem ersten Teil mit Pamino U auf dem siebten Platz und rollte das Feld im Hindernisfahren von hinten auf. Mit drei Punkten schob er sich an seinen Konkurrenten vorbei und gewann die Prüfung mit 0,2 Punkten Vorsprung vor Barbey, der Mario Gandolfo um einen Punkt bezwang. Das bedeutete natürlich auch den ZKV-Meistertitel für Stefan Ulrich. Silber holte sich der Gesamtvierte Urs Bernhard vor dem ZKV-Fahrchef Daniel Aeschbacher.

Deutlicher Sieg
Die beste Dressur bei den Zweispännern zeigte Mario Bezzola, der extra aus dem kühlen Engadin ins fast tropische Bern gereist war. Leider vergab er die gute Ausgangslage im Kegelfahren. Der Parcours von Michael Mayer war lang und anspruchsvoll. Zweiter in der Dressur war Stefan Ulrich mit zwei vielversprechenden Nachwuchspferden. Er entschied das Hindernisfahren ohne Abwurf für sich, mit einigen Zeitstrafpunkten setzte er sich mit grossem Vorsprung an die Spitze. Zweiter wurde Toni Windlin, der um etwas mehr als einen halben Punkt besser war als Marcel Luder. Ulrich vor Windlin und Luder war dann auch die Reihenfolge in der ZKV-Meisterschaft der Zweispänner. Stefan Ulrich bewies, dass er bei den Zweispännern durchaus ein Wörtchen mitreden könnte. Wie seine fahrerische Zukunft aussieht, bleibt abzuwarten, denn aktuell steht die Weltmeis­terschaft der Einspänner vor der Tür, für die sich Rekrut Ulrich gute Chancen ausrechnen kann.

Titel für Luder
Bei den Vierspännern überzeugte Marcel Luder. Er, der sonst bei den Zweispännern zu Hause ist, stellte seine vier Freiberger souverän vor und entschied die Dressur sowie auch das Kegelfahren für sich. Das bedeutete natürlich, den klaren Gesamtsieg und ZKV-Gold nach Bronze bei den Zweispännern.

ZKV-Meister-Vierspänner in Aktion: Marcel Luder.

Den zweiten Platz und Silber in der Meisterschaft holte sich Tandemfahrer Ralf Rei­chardt mit seinen zwei Arabofriesen. Dritter war Hansheiri Weiss mit der zweitbesten Dressur knapp vor Toni Windlin, der sich so nach Silber bei den Zweispännern auch ZKV-Bronze bei den Vierspännern sicherte.

Schmid und Grütter
Doris Schmid zeigte bei den Pony-Einspännern das beste Kegelfahren und gewann so die Prüfung und den Titel vor Karin Huser und Kathrin Allemann. Bei den Zweispänner-Ponys setzte sich Cyrine Grütter durch und sicherte sich Gold vor Elisabeth Frei und Hanspeter Sommer. Da bei den Vierspänner-Ponys mit Dominik Falk nur ein Starter war, konnte er sich nach der Zieldurchfahrt als Meister feiern lassen, er zeigte eine gute Leis­tung und blieb als einziger Vierspänner im Kegelparcours fehlerfrei. Die weiteren Kategorien der Einspänner dominierte die Familie Wüthrich. Bei den L-Fahrern sicherte sich Sohn Michael den Titel und in der Kategorie M ging Gold an Vater Bernhard. Auch immer wieder spannend ist das Traditionsfah­ren. Dieses gewann die junge Fiona Fritschi, die von Grossvater Heiner Staub begleitet wurde, vor der aus dem Tessin angereis­ten Ruth Wunderlin. Peter Zaugg, der Präsident der organisierenden Fahrsportgruppe Bern, war sehr zufrieden mit dem Turnier, allerdings war das Zuschauerinteresse wegen der Hitze leider mässig.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 31/2018)

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