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René Heiniger überraschte mit dem Sieg in der
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Fahren in allen Variationen

08.08.2017 14:04
von  Werner Schönenberger //

Zur Mammutveranstaltung entwickelte sich die ZKV-Fahrmeisterschaft auf dem Gelände des NPZ. Die Fahrsportgruppe Bern und Umgebung organisierte 16 Prüfungen in Promotion, Jugendcup, Ein-, Zwei- und Vierspänner, ZKV-Trophy und Traditionsfahren. Das breite Angebot mit über 150 Starts war beeindruckend, doch das Interesse an den einzelnen Prüfungen sehr unterschiedlich. Am vergangenen Wochenende wurden die meisten Prüfungen im Hindernisfahren entschieden. So auch bei den Einspännern der Stufe S: Urs Bernhard überholte nach der Dressur noch Stefan Ulrich und Mario Gondolfo. In der Zweispännerprüfung der Stufe MS führten am Ende zwei «graue Bären» die Rangliste an. Mario Bezzola und Karl Hueber platzierten sich vor den drei ZKV-Favoriten Oliver Brand, Bruno Widmer und Werner Ulrich. Als Überraschung des Tages schlug René Heiniger mit seinem Schimmeltandem die Vierspännerkonkurrenten Wil­ly Birrer, Hansheiri Weiss und Susanne Oertle. Auch Ralf Reichardt mit seinem Araberfriesentandem freute sich über den dritten Rang. Jérôme Voutaz und Martin Wagner, die beiden EM-Teilnehmer von Ende August in Göteborg, waren in Bern nicht am Start. Den einzigen Ponyvierspänner präsentierte Dominik Falk. Er zeigte im Vergleich mit den Pferdevierspännern und Tandems die beste Gesamtleistung. Bei den Ponyeinspännern gewann der Ostschweizer Hans Barmettler vor Melanie Miesch und der Westschweizerin Carine Blanc. Stärker dominierten die ZKV-Fahrer in der Pony-zweispännerprüfung. Cyrine Grütter siegte vor Seline Barmettler und Hanspeter Sommer. Wie bei den Vierspännern war kein für die WM von Mitte August in Minden (GER) qualifiziertes Gespann am Start.

Stellvertretend für die vielen Gewinner die Sieger im Jugendcup (v. l.): Jasmin Sofia Mäder, Tim Kramer und Lisa Sommer.

Schweizer Meister­schaft als Magnet

Zum Abschluss der ZKV-Fahrmeisterschaft meinte Vereinspräsident Peter Zaugg: «Es gab viele Lichtblicke und Enttäuschungen. Der Fahrsport muss noch attraktiver werden, sodass auch in der Kategorie L bei den Zweispännern und bei den Ponyeinspännern wieder alle Medaillen vergeben werden können.» Trotzdem scheint die Zahl der L-Fahrer steigend zu sein. Erstmals lockt eine Schweizer Meisterschaft, und die Nachwuchsförderung auf verschiedene Ebenen trägt langsam Früchte. Zwölf Einspänner- und sechs Zweispännerfahrer haben sich für die Meisterschaft von Ende August im Zürcher Weinland angemeldet. 91 Gespanne sind es total. Mit «Best of» werben die SM-Veranstalter und die Zahl der Anmeldungen scheint diesen Slogan bereits zu bestätigen.

Zucht und Tradition stärken

Zwölf Traditionsgespanne präsentierten sich am Sonntagmorgen zwei Richtern, bevor sie zu einer Spazierfahrt starteten. Am Nachmittag wurde für sie auf dem Hauptplatz der Teppich ausgerollt. Anschliessend an ein Hindernisfahren absolvierten sie dann noch vier Geschicklichkeitshindernisse. Die Traditionsfahrprüfung gewann Organisator und Präsident der Gesellschaft für Fahrkultur Heiner Staub vor Ines Zehnder und Ruth Wunderlin. Drei Promotionsprüfungen fanden zu Beginn der dreitägigen Veranstaltung statt. «Da in der Fahrsportgruppe Bern und Umgebung auch viele Pferdezüchter Mitglied sind, ist der Wunsch nach Promotionsprüfungen und Verkaufsförderungsaktionen immer gross», erklärte Peter Zaugg. «Im vergangenen Jahr war die Freiberger-fohlenauktion ein grosser Erfolg, doch leider wird vo­raussichtlich erst im kommenden Jahr wieder eine zweite Durchführung stattfinden», meinte er zuversichtlich.

Heiner Staub hiess der Sieger im Traditionsfahren. 

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 31/2017)

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