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Podest grosser Final (v. l.): Marco Gurtner (Silber), André Muff (Gold) und Samuel Braun (Bronze).
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Hattrick für Muff

27.09.2017 14:52
von  Kirstin Burr //

André Muff gewann zum dritten Mal den ZKV-Final. Silber holte sich Marco Gurtner vor Samuel Braun. In der mittleren Tour ging der Sieg an Thomas Bellemont vor Isabelle Rensen und Christine Wyssen. Nicole Guillebeau war die Schnellste in der kleinen Tour. Hier wurde Patrick Wey Vizemeister vor Laura Dürig. Von den zehn Paaren, die im ersten Umlauf des Springens über 125 Zentimeter ohne Fehler geblieben waren, schafften dies im zweiten Umgang nur noch fünf, wodurch sie sich für das Stechen um die Medaillen qualifizierten. Der Schweizermeister der Kategorie R, Marco Gurtner, legte mit Cantano S CH vor. Das Paar war schnell und fehlerfrei. Ursula Friedli auf Cleo VII patzte am Einsprung der Kombination und wurde am Ende undankbare Vierte. Denn Samuel Braun und Quidam’s Golden Boy CH rissen zwar die Stange am letzten Sprung, waren aber schneller. Den Aargauer Kantonsmeister der Kategorie R, Erich Steiger und Calilah, erwischte es genau an den beiden Sprüngen, womit er auf dem fünften Platz landete. Gespannt warteten die Zuschauer auf die Titelverteidiger. Und ein weiteres Mal enttäuschten André Muff und Uber ihre Fans nicht. Schnell und sicher kamen sie ins Ziel und freuten sich über einen weiteren Sieg. «Ich muss zugeben, dass ich im letzten Monat nicht viel mit Uber trainiert habe, da ich unter anderem im Urlaub war. Aber mit seinen sechzehn Jahren muss er auch nichts mehr lernen. Ich muss nur schauen, dass er bei Laune bleibt. Da macht meine Frau einen super Job. Sie pflegt ihn jeden Tag. Ich setze ihn nur noch gezielt ein und wir hatten eine tolle Saison», erklärte der Neudorfer.

Podest mittlerer Final (v. l.): Isabelle Rensen (Silber), Thomas Bellemont (Gold) und Christine Wyssen (Bronze).

Der Junge schlägt die Alten

Im Springen über 115 Zentimeter erreichten acht Starter das Stechen. Felix Löhner und Balasko d’Aqua Rossa CH verpassten die Entscheidung aufgrund von Zeitfehlern ebenso wie Ursula Friedli auf Colibri, die als Einzige in allen drei Finals klassiert war, und Christa Ziehli mit Taloubet Z CH. Vier Paare blieben auch im Stechen fehlerfrei. Anna Schott und Ufo des Keske waren dabei die langsamsten und wurden Vierte. Isabelle Rensen auf Santana XIX sah lange Zeit als die sichere Siegerin aus. Doch Thomas Bellmont und Condor E wendeten enger und schnappten ihr den Sieg noch vor der Nase weg. Aber Rensen zeigte sich zufrieden, da Santana lange verletzt war und sie froh war, dass die Stute mit achtzehn noch so fit und motiviert ist. Auch Luca VII CH, der Wallach der drittplatzierten Chris­tine Wyssen, gehört mit sechzehn Jahren schon zur älteren Generation, im Gegensatz zu Condor, der mit sieben Jahren noch seine Karriere vor sich hat. «Ich habe schon die ganze Woche die Decken im Auto herumgefahren, da habe ich mir geschworen, dass ich eine davon mit nach Hause nehmen werde. Dass es dann eine Siegerdecke wird, hätte ich nicht gedacht. Condor ist einfach toll gesprungen. Das Training mit Bruno Kalt tut ihm gut», erzählte der 46-Jährige.

Podest kleiner Final (v. l.): Patrick Wey (Silber), Nicole Guillebeau (Gold) und Laura Dürig (Bronze).

Das jüngste Pferd war auch das schnellste

Elf von sechzehn Paaren, die in Umgang eins der Prüfung über 105 Zentimeter fehlerfrei blieben, schafften es, sich für das Stechen zu qualifizieren. Ursula Friedli und Huhille Fomia zeigten die erste Nullrunde in der Entscheidung, doch schon kurz darauf unterbot Sabrina Enz mit Magic Mio trotz eines Zwischengaloppsprungs vor dem letzten Hindernis ihre Zeit um über zwei Sekunden. Aber schon die nächste Starterin zeigte, was möglich ist und setzte mit 34.82 Sekunden eine Marke. Die Zeit von Nicole Guillebeau und Makima van de Heyveldhoeve sollte bis zum Ende nicht mehr unterboten werden. Am nächsten kam dieser Patrick Wey mit Cadenzia von Hof CH, aber er machte zu grosse Bögen und verlor damit zu viel Zeit. Auch Laura Dürig mit Diva CH konnte sich nicht an den beiden Paaren vorbeischieben und wurde Dritte vor Simone Lenz auf Cordantus und Sabrina Enz. «Makima ist zwar erst fünf Jahre alt, aber sie ist ein von Natur aus schnelles Pferd, das auch noch sehr wendig ist. Ich habe von ihrem Besitzer, meinem Freund Marc Röthlisberger, das «okay» bekommen, es zu riskieren. Ich wusste, es kommen noch zwei, drei schnelle und dass ich vorlegen muss. Ich habe sie erst vor zwei Tagen zu mir in den Stall geholt, sonst steht sie bei Marc Röthlisberger, der sie normalerweise reitet», sagte die Siegerin über ihre Toulon-Tochter. 

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 38/2017)

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