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Sieger im Grossen Preis über 155 Zentimeter: Alain Jufer auf Casall II.
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Heimsieg für Alain Jufer

18.07.2017 14:44
von  Kirstin Burr //

Alain Jufer war in den beiden Hauptprüfungen nicht zu schlagen. Im Grossen Preis N 155 verwies er Edwin Smits und Raphael Jud auf die weiteren Plätze. Im N 145 belegte er neben Rang eins auch noch den dritten Platz hinter Dehlia Oeuvray-Smits. Wie jedes Jahr fanden zahlreiche Zuschauer den Weg zum Turnier in Mont-de-Coeuve, aber nur wenige Reiter. Der Rasenplatz hat aufgrund seines Höhenunterschiedes einen schlechten Ruf, der immer noch viele abschreckt. So waren auch dieses Jahr nur 28 Paare im N 155, eine Qualifikation für die Schweizer Meisterschaft, am Start. Neun von ihnen konnten sich für das Stechen qualifizieren. Johnny Motteta verpasste wegen 0,25 Punkten die Entscheidung und damit eine Platzierung. Die Reiter waren sich einig: «Gérard Lachat hat einen tollen Job gemacht und einen wirklich fairen und schönen Kurs gebaut.»

Sieger Casall II

Bryan Balsiger, der vor Wochenfrist eine Medaille bei der Schweizer Meisterschaft der Jungen Reiter als Vierter knapp verpasste, eröffnete das Stechen. Er pilotierte Caroline’s Allure Z schnell durch den Parcours, doch er riskierte zu viel in der zweifachen Kombination und der Einsprung fiel. Am Ende wurde es Rang sieben, aber er war trotzdem zufrieden: «Wir haben Allure seit sie fünf Jahre alt ist und ich habe sie selbst bis zu diesem Niveau ausgebildet. Jetzt hatte sie eine längere Pause und dann gleich platziert.» Alain Jufer und Casall II legten unter den Augen von Besitzer Emil Schraner eine Zeit von 40.59 Sekunden vor. «Ich hatte Glück am Einsprung, ich war zu dicht. Aber Casall hat toll mitgekämpft. Ich freue mich jedes Jahr wieder herzukommen. Ich bin hier zu Hause und die Veranstalter geben sich so viel Mühe und die Zuschauer machen eine tolle Stimmung», schwärm­te der Lutta-Bereiter. Vorjahressiegerin Isabelle Robin auf Aki und Jean-Maurice Brahier mit Sole Mio riskierten beide zu viel und hatten Fehler in der Kombination. So blieben ihnen nur die Ränge acht und neun. Am Einsprung erwischte es auch Andreas Ott, der mit Nanu II die schnellste Zeit hatte, sich wegen des Fehlers aber nur an sechs­ter Stelle klassierte.

Edwin Smits (auf Pikelot von Hof) belegte im N 155 den zweiten Rang.

Nuller von Smits und Jud

Edwin Smits hatte diese Prüfung 2015 gewonnen. Diesmal hatte er den selbstgezogenen Pikelot van Hof CH unter dem Sattel. Seine Toppferde sind schon auf dem Weg nach Aachen, wo er diese Woche das erste Mal an den Start gehen darf und sich schon sehr darauf freut. Auf den letzten Sprung machte er einen grösseren Bogen als Jufer. Das kos­tete ihn den Sieg. Doch der Lokalmatador strahlte: «Pikelot sprang fantas­tisch. Schon in Albführen war er super, aber dort hatten wir leider einen Zeitfehler. Er hat an Kraft zugelegt, seitdem kann ich ihn mehr unterstützen und er springt besser und besser. Ich habe grosse Erwartungen an ihn.» Rachel Baechler auf Rubis Tame liess es etwas ruhiger angehen und rangierte vorerst hinter Smits. Auch Andreas Hugener ging mit Irene auf Nummer sicher und wurde mit seiner langsamen Run­de Fünfter. «Es war Irenes ers­ter GP. Ihr glaubt gar nicht, was ich für eine Freude habe, dass es gleich eine Doppelnullrunde wur­de und wir platziert sind», berichtete der Reiter, der aus dem Kanton Zug angereist war. Raphael Jud und Carlo M setzten an, um Jufer den Sieg streitig zu machen, aber auch bei ihnen wurde die Kurve zum letzten Hindernis zu gross und sie klassierten sich auf dem dritten Schlussrang.

Raphael Jud (mit Carlo M) wurde Dritter im N 155. 

Dominanz der Jurassier

Im N 145 gab es einen Dreifacherfolg für die Reiter aus dem Jura. Alain Jufer siegte mit Samira L und verwies so Publikumsliebling Dehlia Oeuvray Smits und For Love de la Velle CH knapp auf den zweiten Rang. Mit Rahmannhofs Tic Tac wurde der Jurassier Dritter. Auch in der Prüfung über 140 Zentimeter kam der Gewinner aus dem Jura. Anthony Bourquard, der neue Schweizermeister der Jungen Reiter, war mit Janus ein wenig schneller als Martin Meijer auf Chayning. Edwin Smits und Barcelona van Hof CH reihten sich dahinter ein.

 

 

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 28/2017)

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