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Die 151. Delegiertenversammlung des ZKV fand im bernischen Schwarzenburg statt.
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Mutiges Vorwärtsgehen

01.12.2015 13:48
von  Sascha P. Dubach //

Am vergangenen Samstag trafen sich die Delegierten des ZKV
im bernischen Schwarzenburg zur Jahresversammlung. Im Fokus standen Wahlen, das 150-Jahr-Jubiläum, das Publikationsorgan sowie die Beziehung zum Dachverband SVPS.

Gleich zwei Vereine zeichneten für die Organisation der DV verantwortlich – der RV Schwarzenburg und der KRV Niederscher­li. In der Mehrzweckhalle Pöschen wurden die zu behandelnden Geschäfte speditiv abgewickelt. ZKV-Präsidentin Eva Gygax Künzli – die per Ende 2016 ihr Amt zur Verfügung stellt – blickte in ihrem Jahresbericht noch einmal auf das grosse Jubiläum «150 Jahre ZKV», verbunden mit allen Festivitäten, zurück. «Ich bin stolz, dass ich diesen Verband präsidieren darf. Ein Verband, der von 150 Jahren geprägt ist. Ein Verband, der die Förderung des Nachwuchses als Leitfaden trägt, für die Basis kämpft und vor allem, der das Wohl des Pferdes nicht aus den Augen verlieren will.»

ZKV-Präsidentin Eva Gygax Künzli.

Es gäbe aber auch immer wieder Momente, in denen mutiges Vorwärtsgehen an­gesagt sei. Der ZKV müsse auf die Wünsche der Mitglieder eingehen, ohne dabei das Pferd mit seinen Grundbedürfnissen aus den Augen zu verlieren. Manchmal müsse man auch Mut haben und den vorgegebenen Pfad verlassen. «Indem wir eine Fachperson Finanzen anstellen und uns vom ZKV-Mitteilungsblatt trennen, haben wir zwei solche Schritte gewagt», so die Präsidentin.
Dann sprach sie die intensivierten Sitzungen mit dem Dachverband SVPS an. «Damit die Zusammenarbeit unserer Basis auch wirklich dient, muss an der Qualität dieser Sitzungen noch stark gearbeitet werden. Es kann nicht sein, dass wir uns bemühen und dann trotzdem von oben her überrumpelt werden. Ich bin keine Verfechterin des Spitzensports und es ist mir auch klar, dass dieser viel Geld kos­tet. Aber wir, die Basis, sind das Fundament. Und wenn das Fundament böckelt, wird es schwierig, darauf aufzubauen.» Eva Gygax Künzlis Jahresbericht wur­de per Akklamation bestätigt.

Grussbotschaft

Den traditionellen Gruss aus dem Schweizerischen Verband für Pferdesport (SVPS) überbrachte Präsident Charles Trolliet. Dabei nahm er direkt Bezug auf den Jahresbericht von Gygax. «Wir sind kein Fremdkörper. Es gibt immer verschiedene Meinungen, um Probleme zu lösen, müssen wir uns jedoch einig werden.» Trolliet betonte unter anderem, dass Dienstleistungen für Veranstaltungen in den vergangenen Jahren ständig zugenommen haben. Dazu gehöre beispielsweise auch das Online-Nennsystem. Er sprach auch die Kreditkartengebühren von aktuell zwei Prozent beim Nennen an: «Der SVPS ist der Meinung, dass der Veranstalterfranken für die Deckung solcher Kosten gedacht ist. Dabei ist es dem Organisator überlassen, ob er diese weiter verrechnen will.»
Ein weiteres heikles «SVPS»-Thema ist der Turniertierarzt, dieses führte unter Varia zu mehreren Voten aus dem Plenum. Am meisten Applaus erntete dabei die frühere ZKV-Präsidentin Marianne Lüdi. Sie sprach vor allem die Kosten für die Turnierärzte an, welche sie als Frechheit bezeichnete. Gygax Künzli nahm diese Voten an, «der ZKV werde sich darum kümmern».

Die neuen Vorstandsmitglieder (v.l.): Daniel Aeschbacher (Fahren), Andrea Winzenried (Finanzen) und Kurt Reinhard (Springen). Nicht im Bild: Michèle Amport (Aktuariat).

Publikationsorgan

Der ZKV-Vorstand beschäftigte sich bereits seit längerer Zeit mit dem Fortbestand seines Mitteilungsblattes. Es wurde entschieden, dieses nicht mehr weiterzuführen und zwar primär aus Kostengründen. Alternativ gäbe es die Webseite und spartenspezifische E-Mail-Newsletters. Der ZKV möchte jedoch seine Mitglieder weiterhin auf dem «Papierweg» aktiv informieren. Nach ausführlichen Recherchen hat man sich für eine Zusammenarbeit mit der «Pferde­Woche» entschieden.
Aus dem Vorstand wurden vier Demissionen vollzogen. Neu in das Führungsgremium aufgenommen wurden jeweils einstimmig: Andrea Winzenried für die demissionierende Ursula Schneider (Finanzen); Michèle Amport für Chris­tine von Arx (Aktuariat); Kurt Reinhard für Monika Elmer (Springen) und Daniel Aeschbacher für Daniela Häuptle (Fahren). Des Weiteren wurden Karin Rohrer (Freizeit) und Eva Weber (Concours Complet) für eine weitere Amtszeit in ihren Sparten bestätigt. Per Delegiertenversammlung 2016 hat die Präsidentin Eva Gygax Künzli ihre Demission bekannt gegeben. Der Vorstand schlägt Vizepräsident Bruno Invernizzi als ihren Nachfolger vor. Somit steht das Vize-Amt ab DV 2016 zur Verfügung; entsprechende Kandidaturen können bei der Präsidentin eingereicht werden.
Die nächsten Delegiertenversammlungen werden vom KRV Ruswil (2016) und vom KRV Interlaken (2017) organisiert, dafür plädierten die Delgierten einstimmig.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 47/2015)

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