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Diesjährige Preisspitze der Auktion: Cassy de Luxe von Stakkato Gold und Cornet Obolensky.
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Realistische Preise für Spitzenfohlen

08.08.2017 13:53
von  Sandra Leibacher //

Eine vielfältige Kollektion von 26 Elitefohlen kam anlässlich der 24. Suisse-Elite-Fohlenauktion des Vereins Schweizer Sportpferde (VSS) in Galgenen unter den Hammer. Bestens vorgestellt wechselten die künftigen Hoffnungsträger für reelle Preise die Besitzer. Auch in diesem Jahr war die 24. Suisse-Elite-Fohlenauktion des Vereins Schweizer Sportpferde (VSS) zu Gast bei der Familie Züger an­lässlich des fünftägigen Turniers in Galgenen. Der im Januar neu gewählte VSS-Präsident Marc Friedli organisierte zusammen mit seinem engagierten Team die Auktion. Die mit viel Engagement eingerichtete Infrastruktur und das schö­ne Sommerwetter boten ein gastfreundliches, einladendes Ambiente für interessierte Gäste und Käufer. Wie immer gekonnt und ­eifrig präsentierten die Schweizer Jungzüchter mit ihren Sprinteinsätzen die Verkaufsfohlen während der Auktion auf dem grossen Sandplatz unter freiem Himmel. Als Mann mit dem Zuschlagshammer amtete erneut in gewohnter Professionalität der Auktionator Beat von Ballmoos. Wäh­rend der gesamten Auktion stellte er jedes Fohlen mit interessanten Informationen über die Sport- und  Zuchtleistungen der Verwandtschaft vor. Er wusste mit Geschick und zuweilen auch Ausdauer die Käuferschaft zum Bieten zu überzeugen. So verlief die Verkaufsveranstaltung zeitweilen eher etwas schleppend, kam aber gegen Schluss noch­mal so richtig in Fahrt. Das Auktionsgeschehen wurde wiederum von rund 10000 Usern via Livestream angeklickt.



Wechselte für 15000 Franken den Besitzer: Baloutendra ZSH.

Hochbezahlte Springgene

Das höchste Gebot dieses Abends erzielte das kecke, bewegungsstarke Stutfohlen Cassy de Luxe (Stakkato Gold – Cornet Obolensky – Caletto I) der Züchterin Ursula Schlechten (Sutz). Die ausdrucksvolle Athletin mit allerbes­tem Springblut weckt Zukunftshoffnungen für den Springsport, aber auch als Offerte als Zuchtstute. Sie wurde für 15500 Franken ersteigert. Für je 15000 Franken wechselten Baloutendra ZSH (Balou du Rouet – Contendro I – Carolus), der Züchtergemeinschaft Schneider-Schwendener-Hanimann, und Bacardi von Büren (Button Sitte – Curtis Sitte – GB Scendix), der Züchter Chris­toph und Sandra Schmalz, die Besitzer. Die schicke Balou-Tochter aus der Romandie ist die Halbschwes­ter des Auktionsspitzenfohlens Kannatendro ZSH aus dem Jahr 2015 und dürfte durchaus ebenfalls Hoffnungsträgerin für den Sport und/oder die Zucht sein. Der kleine Schimmelhengst Bacardi von Büren ist li­niengezogen und weisst alles was Rang und Namen hat aus der «Sitte-Familie» auf seiner Ahnentafel aus. Auch er wird sicherlich später im aktiven Springsport anzutreffen sein. Zwei Dressurfohlen waren es der Käuferschaft wert, je 14000 Franken zu bieten. RG Manhatten – H (Métall – Sir Donnerhall – Dream of Glory) von Züchter Ruedi Guyer zeigte mit bewundernswerter Leichtigkeit seine schwungvollen, elastischen Gangarten und löste somit den Hammerfall bei erwähnter Summe aus. Das Züchterpaar Daniel Steinmann und Silvia Bossert brachten La Gomera (For Romance – Lord Sinclair – Raueck I) zum Verkauf. Eine hochnoble Primaballerina, die sich ausdrucksvoll und elegant in Szene setzte. Auch die dunkelbraune Tänzerin bekommt ein neues Zuhause.

War seinem neuen Besitzer 15000 Franken wert: Bacardi von Büren.

Reelle Preise

Mit den Worten: «Wir möchten Emotionen miteinander erleben», begrüss­te der neue VSS- und OK-Präsident Marc Friedli um 18 Uhr die vielen Auktionsgäste. Bestens vorbereitet leitete Beat von Ballmoos die Veranstaltung und orientierte die Käuferschaft mit detaillierten Informationen über das jeweils präsentierte Fohlen. Äusserst wortgewandt führte er durch die gesamte Auktion und das war nicht immer ganz einfach. So verlief der Start gut, im ersten Drittel liessen die Gebote phasenweise etwas lange und schleppend auf sich warten, was ihm einiges an Überzeugungskraft und Animation abverlangte. Mit den Worten: «Darf ich um Aufmerksamkeit und Respekt bitten, wir sind heute hier, um Fohlen zu verkaufen», konnte er die Aufmerksamkeit der zahlreiche Käuferschaft wieder für den Verkauf gewinnen und siehe da, es wurde nun wieder fleissig geboten. Die Fohlenkollektion wurde aus den Vorselektionen in Rickenbach ZH und Avenches durch die Experten Paul Suter und Hans-Heinrich Brüning zusammengestellt und so kamen an diesem Abend 26 Fohlen für einen Durchschnittspreis von rund 9900 Franken zur Versteigerung. In diesem Jahr lag das Höchstgebot bei 15500 Franken und rund die Hälfte der Fohlen wur­de für einen attraktiven Betrag von 9000 bis 15000 Franken verkauft. Die andere Hälfte konnte für einen guten Verkaufspreis von 6000 bis 8999 Franken den Besitzer wechseln. VSS-Präsident Marc Friedli zog ein positives Fazit der Auktion. «Wir sind erfreut über den Verlauf der Veranstaltung und aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen von zufriedenen Züchtern haben wir unser Ziel erreicht. Alles hat bestens funktioniert und vor allem möchte ich mich beim OK-Team und den zahlreichen Helfern ganz herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Die angenehme Atmosphäre und das Gastrecht bei der Familie Züger bieten hervorragende Bedingungen für unseren Anlass. Das i-Tüpfelchen war das Wetterglück. Bis zum letzten Verkaufsfohlen blieb es trocken und just mit dem letzten Hammerschlag folgte der Gewitterregen», so Marc Friedli.

Auktionator Beat von Ballmoos.

VSS-Präsident Marc Friedli. 

 

 

 

 

 

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 31/2017)

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