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Die «Schlittrada» mit Gästen auf dem Weg nach S-charl.
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«Schlittrada da S-charl»

23.02.2021 10:12
von  Marina Gachnang //

Scuol (GR), die alpine Oase der Ruhe im Herzen des Unterengadins, lädt im Winter zum Abschalten ein – auf Kufen mit zwei PS.

Es ist noch dunkel draussen, als sich Jon Steivan Peer auf den Weg in den Stall macht, um die Pferde zu füttern. Der Schnee knirscht leise unter seinen Füssen. Die Luft ist kalt und klar. Im Val S-charl scheint die Sonne im Winter nur wenige Stunden am Tag. Doch wenn sie einmal hinter den Gipfeln der Sesvenna-Berggruppe hervorkommt, verwandelt sie das verschneite Tal in eine glitzernde Landschaft, die an ein Wintermärchen erinnert. Und die Zeit bleibt stehen …
Die Zufahrtsstrasse nach S-charl ist im Sommer schon relativ schmal und kurvig. Das Postauto kündigt sich regelmässig an und ist dabei bis nach Scuol zu hören, bevor es um die engen Kurven fährt. Im Winter, wenn von der Strasse regelmässig bis zu 50 Zentimeter Neuschnee weggeschoben werden müssen, kann man sich vorstellen, wie viel von der Breite der Strasse noch übrig bleibt. Die Instandhaltung für den motorisierten Verkehr wäre aufwendig und könnte nicht durchgehend sichergestellt werden. Und da die Region nebenbei auch auf Nachhaltigkeit plädiert, wurde schon vor langer Zeit eine Entscheidung getroffen: Wintersperre. Doch die ehemalige Bergarbeitersiedlung ist ganzjährig ein beliebtes Ausflugsziel und im Winter ein Hotspot für Tourenskifahrer oder Schneeschuh-wanderer. Unterschlupf finden diese im Gasthaus Mayor, welches dort als einziges Hotel ganzjährig geöffnet ist. Dies auch dank der «Schlittrada», denn sonst wäre der Weg bis ins Tal ziemlich lang. Ab Scuol ist man zwischen drei und vier Stunden zu Fuss unterwegs. Und mit dem Pferdeschlitten?

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 8/21)

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