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Grand-Prix-Sieger Niklaus Schurtenberger (l.) mit Equipenchef Andy Kistler.
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«Schurti» schlägt Schwizer und Ott

07.06.2017 15:18
von  Veronika Studer-Bärlocher //

Inmitten der Kantons­hauptstadt fand am Pfingstwochenende eine Springkonkurrenz der Extraklasse statt. Jedes Jahr wächst die Veran­staltung – neben der Kantonsmeisterschaft lockte am Pfingstmontag die Qualifikationsprüfung zur Schweizer Meisterschaft der Elite die Topreiter an. Als Sieger ging der Berner Niklaus Schurten-berger hervor.

Sieger der nationalen Prüfung über 155 Zentimeter, die gleichzeitig auch als Qualifikationsprüfung für die Schweizer Meisterschaft 2017 zählt, wurde der Routinier Niklaus Schurtenberger. Als Einziger blieb der Berner in beiden Umgängen im anspruchsvollen Parcours fehlerfrei. Mit Quasimodo zeigte er eine beachtliche Leistung, über die sich auch der vor Ort anwesende Teamchef Andy Kistler freute. Nebst Schurtenberger waren auch noch weitere ehemalige Olympiateilnehmer in Zug am Start: Martin Fuchs (London 2012, Rio 2016) und auch Pius Schwizer (Peking 2008) waren im hochkarätigen Starterfeld vertreten.

Anspruchsvoller Parcours im N 155

Von den 45 gestarteten Reitern schafften fünf einen fehlerfreien ers­ten Umgang. Darunter war auch Andreas Ott, der ganz in der Nähe von Zug, in Steinhausen, aufwuchs: «Es war ein sehr technischer Parcours.» Ihm gelang es, sich mit seiner selbst aufgebauten Stute Nanu II für das Stechen zu qualifizieren und auf den hervorragenden dritten Platz zu reiten.

Andreas Ott und Nanu belegten im N 155 den dritten Platz.

Noch ein bisschen schneller und somit auf dem zweiten Schlussrang war Pius Schwizer auf Belcanto III. Für Schwizer lohnte sich der Weg nach Zug auf jeden Fall – er wurde erfolgreichster Reiter des Tages, weil er mit seinem zweiten Pferd Uderzo de Rence die Einlaufprüfung über 140 Zentimeter gewann. Die Nähe zu den Profis, die auf Weltklasseniveau reiten, ist auf dem Stierenmarktareal in Zug besonders eindrücklich, weil auch die Wege vom LKW zum Abreitplatz und zum Parcours sehr kurz sind. «Es ist unglaublich, wie nahe man an die edlen Pferde kommt», erzählt eine faszinierte Zuschauerin.

Zuger Kantonsmeister Fabian Styger

Am Pfingstsonntag – wäh­renddem die Profis am CSIO St. Gallen am Start waren – wurde in Zug die 40. Zuger Kantonsmeisterschaft ausgetragen.

Ehrenplatz für Pius Schwizer (hier auf Uderzo) und Belcanto.

Erstmals wurde die Meisterschaft zusammen vom Reit- und Fahrverein Ägerital und dem KV Zug organisiert – und erstmals im Rahmen der Zuger Springkonkurrenz ausgetragen. Deshalb freute sich der Ägeritaler Fabian Styger umso mehr, diese Prüfung und diesen Titel zu holen: «Es ist sehr speziell, diese Prüfung in Zug zu gewinnen.» Bereits vor sechs Jahren – aber auf Gras und auf dem Sibrisboden-Springplatz in Unterägeri – gewann Fabian Styger mit seiner Stute Flash Light II den Kantonsmeis­tertitel.

Vom Bauern bis zum Millionär

Am Beispiel von Zug wird es deutlich, wie der Springsport Stadt und Land, Bauern und Gross­konzerne, Familien und einzelne Pferdesportfans zusammenbringt. Sie alle und die über 1100 gestarteten Reiter und Pferde fanden ihren angestammten Platz innerhalb dieses gut organisierten Anlasses. Für die Stadt Zug und die Region ist dieses Pferdesport-wochenende eine Bereicherung, das Begegnungen fördert und dem Spitzen­sport eine Plattform bietet.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 22/2017)

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