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Die «Plagegeister» nerven viele Pferde.
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Sticheleien überall

09.07.2019 12:51
von  Alexandra Koch //

Der Sommer ist da und damit auch sie – Fliegen, Mücken, Gnitzen, Bremsen, Zecken und weitere Plagegeister, die so manchem Pferd (und Reiter) schwer zusetzen. Kaum ist die erste laue Frühlingsnacht vorüber, scheinen sie plötzlich zuhauf und überall aufzutauchen. Alle Jahre wieder wünscht sich der Pferdehalter eine Art «Wunderwaffe», mit der Superheld Pferd die Tierchen in die ewigen Jagdgründe befördert. Und auch wenn diese Möglichkeit wohl immer eine Utopie bleibt, gibt es doch einige hilfreiche Tipps, welche die warme Jahreszeit immerhin erträglich werden lassen. Ein genauer Blick darauf lohnt sich, denn oft genug ist die Lösung naheliegender als gedacht.


Viele mögen nun vielleicht an natürliche Duftstoffe denken, welche Insekten abhalten. Doch hier ist generell Vorsicht geboten. Zwar können diverse «Hausmittel» ausprobiert werden, bei vielen Pferden sind diese allerdings nicht wirkungsvoll. Zu viel Öl auf der Haut richtet oft mehr Schaden an, als es hilft. Auf diverse Pflanzenstoffe können Pferde mit Al­lergien reagieren. Besonders häufig kommt die Allergie gegen Teebaumöl und seine Inhaltsstoffe vor. Auch wenn dieses wirksam gegen Insekten ist, sollte es mit grosser Vorsicht und zunächst auf kleiner Fläche eingesetzt werden. Ähnliches gilt für Lavendelöl, Citronellöl oder Eukalyptusöl. Zweifellos wurden mit allen dreien schon häufig Erfolge bei der Abwehr von geruchsempfindlichen Insekten (Mücken) erzielt, doch wurden nicht selten auch Überreaktionen beim Pferd hervorgerufen.
Während man diese und andere Hausmittel wie Knoblauch (wirkungsvoll, aber bei dauerhafter Langzeitanwendung mittlerweile nachgewiesener Auslöser von Anämie) eher vorsichtig einsetzen sollte, steht anderen natürlichen «Waffen» nichts im Wege. Oft übersieht man sie allzu leicht. Ihre Namen: Schwalbe, Mauersegler, Wind, Hygiene ... Denn man könnte sich wohl keinen besseren Insektenvertilger wünschen, als die Rauch- oder Mehlschwalbe sowie den Mauersegler. Allesamt bewohnen sie gern Ställe bzw. deren Aussenmauern, wenn man ihnen geeignete Bedingungen zur Verfügung stellt. Das bedeutet: Nisthilfen aufhängen (gibt es vor allem im Internet beim Bund) und vor allem die fleissigen fliegenden Gäste nicht vertreiben. Ein bisschen Schwalbenkot kann mit einem Brettchen unter dem Nest leicht abgefangen werden und verschmutzt so weder Tränke noch Box oder Putzplatz. Als Dank für die Gastfreundschaft erhält der Pferdehalter rund 20000 Insekten und Spinnentiere weniger pro Tag, gefressen von einem brütenden Schwalben- oder Mauersegler-pärchen und ihrem Nachwuchs. Das ist Luftsäuberung vom Feins­ten! Und auch Spinnen fangen zahlreiche Kleinstinsekten in ihren Netzen. Sauberkeit im Stall trägt ebenfalls enorm zu weniger Plagegeistern bei. Tägliches gründliches Misten, keine Matratzenstreu, Beseitigung von Mist auf Weide, Wegen, Stall – all das hilft bei der Reduzierung. Auch Luftbewegungen können die Lästlinge der Lüfte nicht leiden. Ein gut durchlüfteter Stall wird deshalb deutlich seltener angeflogen. Windschutznetze sorgen dafür, dass Zugluft und starker Wind draussen bleiben, aber die Luft im Stall beständig zirkuliert. Nicht zuletzt lohnt es sich auch, Schälchen mit Nelken- oder Lavendelöl in den Stallungen aufzustellen. Hier gibt es keine allergischen Reaktionen wie beim direkten Anbringen auf der Haut, aber Mücken mögen den Geruch dennoch ganz und gar nicht...

Den vollständigen Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der PferdeWoche.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 27/19)

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