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Dressurquadrille an der OFFA in St. Gallen.
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25.04.2017 12:22
von  Corinne Hanselmann //

Zum 34. Mal fand vom 19. bis 23. April die Pferdemesse im Rahmen der Frühlings- und Trendmesse OFFA in St. Gallen statt. Die Miss OFFA der Freibergerstuten und die OFFA-Meisterin im Springen wurden gekürt. Die Goldene Stallplakette ging an Werner Rütimann.

Werner Rütimann erhielt die Goldene OFFA-Stallplakette.

Am Sonntagmittag wurde das Geheimnis gelüftet: Für seine besonderen Verdienste rund um das Pferd zeichnete die OFFA-Pferdemesse den Züchter Werner Rütimann aus Frümsen-Sax mit der Goldenen Stallplakette 2017 aus. In der Laudatio erwähnte die OKV-Chefin Pferdezucht, Sandra Leibacher, sein für internationale Ausstrahlung sorgendes Engagement für die qualitätsvolle, nachhaltige CH-Sportpferdezucht. 1987 kaufte Werner Rütimann zusammen mit seiner Frau Madeleine den Milchwirtschaftsbetrieb Schlösslihof in Frümsen-Sax und baute ihn nach und nach in ein Gestüt aus und um. «Die Pferdezucht war für ihn von Anfang an kein Experimentierfeld, sondern dem ständigen Fortschritt verpflichtetes Bemühen mit klar definierter Zielsetzung», so Leibacher. «Es würde den Rahmen sprengen, hier die herausragenden Zuchterfolge mit der Bezeichnung ‘vom Schlösslihof’ aufzuzählen und über ihre Leistungen zu berichten.» Besonders erwähnenswert ist sicher der 1993 im St.Galler Rheintal geborene Hengst Karondo vom Schlösslihof, der 2005 Weltmeister der Zuchthengste wurde. Das grosse, von viel Fachwissen und Herzblut getragene Engagement von Werner Rütimann und seiner Frau für die CH-Sportpferdezucht und guten Pferdesport zeigt sich auch in ehrenamtlicher Tätigkeit in verschiedenen Funktionen. So war er beispielsweise während Jahren Mitglied der Vermarktungskommission des Zuchtverbandes CH-Sportpferde ZVCH und setzte sich als Vorstandsmitglied der Vereinigung privater Hengsthalter für die Schweizer Hengsthalter ein. 2003 wurde ihm zudem vom Verein Schweizer Sportpferde VSS der Titel «CH-Züchter des Jahres» verliehen. 

Galoppi und Pippi Langstrumpf warben für den CSIO St. Gallen.

Hufschmied-Auszubildende massen sich in Wettkämpfen. 

Die Kleinsten kamen beim Publikum sehr gut an.

Vielfalt in Show und Wettkampf

Zum Start der Messe am Mittwoch bot die Organisation der Arbeitswelt Pferdeberufe (OdA) eine vielseitige Vorführung. Sie stellte die verschiedenen Fachrichtungen vor und bot Interessierten einen guten Einblick in die Welt der Pferdefachleute. Gleichentags startete der Jungpferde-Ausbildungskurs mit Reitlehrer Sascha Stauffer. Ziel des Trainings mit den vier- bis siebenjährigen Pferden ist das Dressur- und Gymnas­tiktraining auf einem fremden Trainingsplatz. «Wir achten bei der Zusammenstellung des Programms darauf, dass wir nebst Freiberger, CH-Pferd und Haflinger jedes Jahr wieder andere Rassen zeigen können», sagt Marcel Schälli, Präsident der OFFA-Pferdemesse, gegenüber der «Pferde­Woche». In diesem Jahr waren dies Paso Fino, Friesen und Minipferde. Nicht mehr wegzudenken seien die Mini-Shetland-Ponys mit ihren winzigen Fohlen, deren «Jö-Effekt» junges und älteres Publikum regelrecht verzaubert. Die rund 85 Pferde waren im Stall, in Prüfungen und in Shows zu bewundern. Urs Heer und Ilena Forster (HETS) zeigten dem Publikum in täglichen Vorführungen, was Natural Horsemanship ist. Traditionellerweise traten auch die Voltigegruppen des RC St. Gallen auf. Etwas Besonderes war auch die FM-Showgruppe Ostschweiz, bei deren Qua­drille die junge Sängerin Luisa Huser auf der Kutsche mitfuhr und live sang. Sehr gut komme auch die Show der Haflinger beim Publikum an, insbesondere der Pferde-Fussball-Match zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Zürich, weiss Schälli. Glücklicherweise gewann meistens der einheimische FCSG. Fasziniert war das Publikum von der «Bridleless Competition» am Sonntag. Bei der Show-Prüfung wurde mit Pferden ohne Zaum über Hindernisse geritten. Eindrücklich waren dabei, die Harmonie und das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd zu erleben. Auch die Brauereigespanne Schützengarten und Freihof imponierten dem Publikum wie auch der Lehrlingswettkampf der Hufschmiede, der von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern manchen Schweisstropfen forderte. 

Der Pferdezuchtverein Thurgau gewann den FM-Cup. 

 Die vierjährige Halla vom Kappensand wurde zur Miss OFFA gekürt.

Nicole Jakob ist OFFA-Meisterin

Der Freitag stand ganz im Zeichen der OFFA-Meis­terschaft. Auf dem Sportplatz starteten die Spring­reiter in Prüfungen von R/N 100 bis R/N 115 im Kampf um den Meistertitel. Diesen holte sich Nicole Jakob aus Diepoldsau mit Jack SF souverän mit einem ersten und einem zweiten Rang in den zwei Teilprüfungen. Im R/N 110 deklassierte sie die weiteren Reiter mit über 3,5 Sekunden Vorsprung. Die Prüfung R/N 115 entschied Tanja Zollinger aus Schwyz mit Sir Scally im Stechen mit dem einzigen fehlerfreien Ritt für sich, Zweite wurde Nicole Jakob. Die Schnellste ohne Fehler im Stechen des Bewerbs R/N 105 war Felicitas Wenger aus St. Gallen mit Larrykin. Siegerin der Prüfung R/N 100 wurde Stefanie Rinderknecht aus Volketswil mit Ryans Diamond Lady. Die Prüfung B/R 90 vom Donnerstag entschied Andrea Triulzi-Scherrer aus Frasnacht mit Win for me für sich, in der Prüfung B/R 95 wurde sie Zweite. Den Sieg holte sich dort Avelina Stürm aus Abtwil mit Limbus.

Miss OFFA: Halla vom Kappensand

Der Samstag gehörte ganz den Freibergern. Jedes Jahr treten im Rahmen des FM-Cups die Ostschweizer Pferdezucht-Genossenschaften sowie eine Gast-Genossenschaft in fünf Disziplinen aus dem Zucht- und Sportbereich gegeneinander an. Zuerst präsentierten sie Freibergerstuten in drei Alterskategorien, die nach den Zuchtzielen des Freibergers beurteilt und rangiert werden. Anschliessend stellte die Schweizer Rasse ihr sportliches Talent in einem Punkte-Hindernisfahren sowie in einem Springparcours unter Beweis. Den Wanderpreis des FM-Cups durfte schliesslich der Pferdezuchtverein Thurgau in Empfang nehmen, vertreten durch Richard Wagner mit Quinten im Fahren, Manuela Kus­ter mit Samurai im Springen sowie der Stuten Estelle von Gabi Ochsner, Amazona von Norbert Kus­ter und Mona Lisa von Albert Kuster. Die Freiberger-Springprüfung gewann Klara Wettstein mit Navaro. Das Punktefahren entschied Richard Wagner mit Quinten für sich. Eine der aufgeführten Stuten prämierte FM-Richter Hermann Gehrig zudem als «Miss OFFA». Diese Schleife durfte sich zur Freude ihres Züchters Urs Frei aus Diepoldsau die vierjährige Halla vom Kappensand umhängen lassen.

Die Quadrille der FM-Showgruppe Ostschweiz. 

Richard Wagner sammelte mit Quinten die meisten Punkte in der Fahrprüfung des FM-Cups.

Die Swiss Paso Fino Farm zeigte die Vorzüge der kolumbianischen Gangpferde.

 

 

 

 

 

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 16/2017)

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