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Markus Albrecht-Schoch auf Kóngur frá Lækjamóti.
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WM-Gold für Albrecht-Schoch

15.08.2017 15:19
von  Noemi Ehrat //

An der Islandpferde-Weltmeisterschaft in Holland kämpften 19 Nationen um die Medaillen. Die Schweiz gewann durch Markus Albrecht-Schoch den ersten Weltmeistertitel in der Erwachsenenkategorie sowie einen Vizeweltmeistertitel. Die Schweizer Fans hatten an der Islandpferde-WM Grund zu jubeln. Bereits am Samstag sicherte sich Markus Albrecht-Schoch mit Kóngur frá Lækjamóti den Sieg im Passrennen über 250 Meter. Albrecht-Schoch gelang es, sich mit jedem Lauf zu steigern und im letzten Lauf gar den Weltrekord um nur fünf Hundertstel zu verfehlen. Nach seinem Sieg sei er sehr glücklich, aber auch erleichtert gewesen, da hinter einem solchen Turnier viele Erwartungen stünden – besonders da Kóngur bereits im Vorfeld tolle Leis­tungen gezeigt habe. Tags darauf flogen die beiden mit einer Zeit von 7.49 Sekunden im Speedpass auf den zweiten Platz hinter der Britin Charlotte Cook. Albrecht-Schoch beschreibt Kóngur als «grossartiges Pferd, welches vielseitig einsetzbar sei». «Die Passwettbewerbe waren ein aussergewöhnliches Erlebnis.»

Der neue Weltmeister im Passrennen über 250 Meter wird gefeiert.

Zufrieden mit Schweizer Leistungen

Die Schweizer Equipe wuss­te mit zwei B-Finalteilnahmen bei den Erwachsenen und sogar zwei Finalplätzen in der Kategorie der Jungen Reiter zu überzeugen. Mara Staubli auf Hlébardi frá Ketilsstödum und Silvia Ochsenreiter-Egli auf Heljar frá Stóra-Hofi konnten sich im Fünfgang-B-Final von Platz acht und zehn aus der Vorentscheidung auf die Ränge sieben und acht vorarbeiten. In der Gesamtwertung Fünfgang reichte es für Staubli und Ochsenreiter-Egli inmitten eines starken internationalen Starterfeldes dann für den Rang neun und acht. Laut Equipenchef Jean-Paul Balz wurden die Schweizer Erwartungen somit «sicherlich erfüllt». Ausserdem sei die Stimmung in der 14-köpfigen Equipe wie auch der Support der Schweizer Fans sehr gut gewesen. 

Lena Studer auf Pipar vom Saanetal.

Zwei Finalplätze für Schweizer Juniorinnen

Für die Juniorinnen Lena Studer und Pipar vom Saanetal sowohl Fabienne Greber und Hágangur vom Kreiswald stellte die WM nach ihrer Erfahrung in Dänemark vor zwei Jahren bereits die zweite dar. «Die Teilnahme 2015 hatte mir und meinem Pferd sehr viel Erfahrung gebracht», mein­te Studer. So kannten sie die Abläufe dieses Jahr bereits und konnten das Finale vor dem grossen Publikum geniessen. Für beide Junge Reiterinnen reichte es dank schönen Ritten zu Finaleinzügen. Studer erreichte in der T1 den fünften Rang mit insgesamt 6,44 Punkten, darunter einer 7.5 für Tempoverstärkung. Für Greber reichte es gar für den vierten Rang in der T2 mit einem Total von 5,75 Punkten und ebenfalls einer 7.5 für beliebiges Tempo-Tölt. 

Mara Staubli auf Hlébardi frá Ketilsstödum. 

Dominierendes Island

Die Isländer dominierten nicht nur die T1, in welcher sie sich gleich die ersten drei Plätze sichern konnten, sondern mischten auch in den restlichen Prüfungen vorne mit. Der Star der diesjährigen WM kam mit Gloría frá Skúfslæk ebenfalls aus Island. Die neunjährige Stute brillierte unter Jakob Svavar Sigurdsson und gewann als erste Stute das Tölthorn mit sagenhaften 8,94 Punkten. Wie wichtig der Islandpferdesport im Herkunftsland ist, wurde am Finaltag deutlich, als der isländische Präsident Gudni Jóhannesson eine Ansprache hielt, in der er die Bedeutung des Islandpferdes hervorhob und sich bei allen teilnehmenden Nationen für deren Einsatz in der Promotion des Islandpferdes bedankte. Das deutsche Team überzeugte ebenfalls mit einer starken Leis­tung und konnte mit 15 Medaillen die meisten erreiten. Zudem wurde die deutsche Reiterin Jolly Schrenk mit dem «Golden Feather Pri­ze» der isländischen Bereitervereinigung Félag Tamningamanna für «excellent riding skills» geehrt, derweil der isländische Junge Reiter Máni Hilmarsson mit dem «FEIF Feather Prize» für schönes Reiten ausgezeichnet wurde.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 32/2017)

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