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Die Sieger des Super-5-Kampf (v. l.): Das Team ZKV Future (2. Rang), das Team ZKV Rayon 2 (1. Rang) und ZKV Rayon 4 (dritter Rang).
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ZKV-Rayon 2 holt sich den Titel im Fünfkampf

02.05.2017 14:07
von  Aline Wicki //

In Bern steht wieder das Riesenrad und die Menschen strömen aufs Bernexpo-Gelände. Es ist «BEA-Zeit» und somit steht auch das Pferd wieder eine gute Woche im Zentrum diverser Darbietungen. Besonders viel Interesse gilt dem bereits zur Tradition gewordenen ZKV-«Super-5-Kampf» anlässlich der BEA.  Vergangenen Sonntag kämpften die zehn Equipen um den Pokal, den sich schliesslich ZKV-Rayon 2 erkämpfte.


Am Sonntagmorgen begann das Spektakel mit einer Dressuraufgabe. Mit der Startnummer drei ritt Anina Lüthi für das Team ZKV Future in die Halle ein. Sie zeigte auf Odin ein gelungenes Programm, welches sie vorübergehend die Spitze übernehmen liess. Erst mit der Startnummer sechs vermochte Cyrielle Rebetez des Teams NPZ Lüthi vom Siegertreppchen zu stossen, denn sie übernahm nach einem schönen Programm mit Sleep in Brion die Spitze. Als vorletzte Starterin ritt Amina Arnold in den Farben des ZKV Rayons 2 in die Arena ein. Amina sattelte für diese Aufgabe ihr Routinier Lac Leman. Die beiden zeigten ein tolles Programm und konnten damit den Sieg der ersten Teilprüfung für das Rayon 2 sichern.

Bei dem Teamwettkampf war Geschicklichkeit gefragt. Das Team der Mittagsrassenshow zeigt, wie es geht. 

Der SVPS siegt in der Teilprüfung Western

Die zweite Teilprüfung war eine Westernaufgabe. Die vielen bunten Pferde waren beim Publikum besonders beliebt und so kurz vor Mittag füllte sich die Halle gewaltig. Andys Snapper, vorgestellt durch Jeaninne Oberlin, gewann diese spannende Prüfung. Oberlin ritt ihr Pferd mit viel Gefühl und absolvierte die zu bewältigenden Aufgaben sehr exakt, was ihr den Sieg brachte. Das NPZ Bern war wieder stark, Thomas Gerber belegte mit seinem Pferd Litt­le Lynn Parsans den zweiten Rang. Mit einem starken dritten Rang für Maya Pfister und Forest Solo Gunspin bewahrte das Team Rayon 2 seine Führung und lag einen Punkt vor dem Team des Nationalen Pferdezentrums Bern NPZ. 

Gymkhanasieg an Rayon 4

Der Parcours wurde mit vielen spannenden und herausfordernden Aufgaben aufgebaut. Besonders für Staunen seitens der Besucher sorgte die Bahnschranke. «Eine neue Erfindung der SBB, damit die Reiter die Bahnlinie selber passieren können», scherzte der Speaker. Die Reiter mussten mit ihrem Pferd neben einer Kurbel anhalten, damit sie diese drehen konnten und sich so die Barriere öffnete. Danach musste diese passiert und selbstverständlich wieder geschlossen werden. Olivia Bachofner siegte im Gymkhana mit ihrem Pferd Little Joe für das Team Rayon 4 vor Maya Siebenmann für Rayon 1 und Andrea Gerber, welche fürs Team Armee CH den dritten Rang holte.

Jérémie Korpès und Manon öffnen die Barriere, um diese dann passieren zu können. 

Punkte im Springen für Rayon 4

Neira Heim ritt auf Cisko  als Erste in den Parcours ein. Sie vertrat das Team ZKV Future. Mit einem schnellen Ritt und ohne Strafpunkte passierte sie die Ziellinie. Neira stürzte kurz nach überschreiten der Zielgeraden. Da der Sturz erst nach der Ziellinie geschah, zählte ihre super Leistung natürlich voll und Neira konnte die Bahn mit einem Lachen im Gesicht verlassen. Erst mit Nummer acht konnte Benedicht Röthlisberger Neira Heim die Führung abnehmen. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, Simona Bohny ritt sich den Sieg für Rayon 4 nur eine Startnummer später ein. Auf Eliza C war sie die strahlende Siegerin der Springprüfung über 110 Zentimeter.

Fahren entschied über den Sieg

Vor dem Fahren lagen Rayon 2, Rayon 4 und ZKV Future sehr nahe beieinander. Das Fahren sollte wohl den Sieger erkören. Da es ein Punktefahren war, galt es, während einer vorgegebenen Zeit so viele Tore, mit unterschiedlich hohen Punktzahlen, wie möglich zu durchfahren. Der Joker in der Mitte der Bahn brachte satte 200 Punkte. Tamara Suppiger fuhr mit der Startnummer sechs in die Arena ein. Ihr imposanter Freiberger Dyuck machte seine Aufgabe sehr gut und bescherte dem Team ein wichtiges Resultat. Auch das Team ZKV Future hatte einen sehr starken Fahrer. Benjamin Erni holte mit der Freibergerstute Lava am Wagen für sein Team die entscheidenden Punkte.

Benjamin Erni beim Durchfahren des Jokers, welcher 200 Punkte gibt.

Gesamtsieg für Rayon 2

Da es keine ex-aequo-Klassierungen gab, wurde der Teamwettbewerb – eine Stafette – nur noch zum Spass ausgetragen. Das Team ZKV Rayon 2 mit Amina Arnold, Maya Pfis­ter, Eliane Beyeler, Kurt Reinhard und Tamara Suppiger siegte im diesjährigen ZKV-«Super-5-Kampf». Den starken zweiten Rang holten sich die jüngsten Teilnehmer für das Team ZKV Future. Dritter Rang ging an ZKV Rayon 4, welche ebenfalls eine gute Leis­tung zeigten. Der Super-5-Kampf war sehr gut besucht. Besonders wegen dem sehr guten Wetter strömten am Wochenende viele Besucher an die BEA und schauten sich den Fünfkampf an.

Manuela Bräuchi dominierte die Herren

Am späteren Montagnachmittag erklang das erste Glockenzeichen der Einlaufprüfung des Dragonerchampionats. Die Prüfung wurde in zwei Stufen ausgetragen, nämlich über 100 und 110 Zentimeter.

Siegerehrung (v. l.) der Einlaufprüfung: Manuela Bräuchi (1. Rang), Bruno Hossle (2. Rang) und Joseph Christen (3. Rang).

Manuela Bräuchi ritt mit einer Startnummer in der Mitte des Feldes in die Arena ein. Wie auch alle anderen durfte auch sie zuerst einen vorgegebenen Steilsprung sowie einen Oxer springen. War dies getan, ertönte auch gleich die Glocke. Bräuchi ritt schnell und wagte eine enge Wendung, die vor ihr noch keiner geritten ist. Auf ihrem Pferd Mad Max blieb sie fehlerfrei in einer nicht mehr zu unterbietenden Zeit. Bräuchi siegte in der Einlaufprüfung vor Bruno Hossle auf Batilla in Rang zwei und Joseph Christen auf Jamaiko im dritten Rang.

Hossle holt Titel im Dragonerchampionat

Im Anschluss an die Einlaufprüfung wurde der Parcours für das Dragonerchampionat leicht umgestellt. Auch dieses wurde in zwei Stufen, jedoch mit gemeinsamem Klassement, durchgeführt. Diesmal war es ein Springen in zwei Phasen, der Parcours war aufgrund der Hallengrösse eng und man musste Wendungen wagen, um schnell zu sein. Mit der Startnummer vier ritt Bruno Hossle in den Parcours ein. Er hatte erneut Batilla gesattelt, mit der er eine sehr starke Zeit hinlegte. Keiner der nachfolgenden Reiter vermochte ihn vom Podest zu verweisen. So ging Hossle als verdienter Sieger des Dragonerchampionats hervor. Wie es sich gehört, genossen die Dragoner nach der Prüfung gemeinsam ein Nachtessen, bei dem berichtet und gelacht wurde. Das Dragonerchampionat schien den Besuchern zu gefallen, vor allem die Kinder waren von den Pferden und deren uniformierten Reitern beeindruckt. So ertönte von den jüngsten Fans nach jedem fehlerfreien Sprung ein lautes «Jaaaaa» von der Tribüne.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 17/2017)

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