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Vor dem Ziel des Distanzrennens in Al Wathba (UAE): Vor lauter Begleitfahrzeugen und Grooms sind kaum Pferde zu sehen. Foto: Screenshot youtube.com/Yassports TV
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Nachrichten

Bussen für Distanzreiter

09.02.2016 16:21
von  Sascha P. Dubach //

Im vergangenen Jahr kam es in den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) immer wieder zu Regelverstössen und verschiedensten Tierquälerei-vorfällen bei Distanzrennen. Zudem wurden bei Veranstaltungen auch Ranglisten gefälscht. Der Reitsport-Dachverband FEI sperrte nach ersten Untersuchungen die nationale Föderation der UAE, was nicht nur die Endurancereiter betraf, sondern Aktive und Funktionäre aller Disziplinen. Diese Sperre wurde wieder aufgehoben mit der Auflage, dass sich sämtliche involvierten Personen ohne Ausnahme an die Reglemente der FEI zu halten haben.

Nun ist es gemäss englischen Medien wieder zu massiven Vorfällen bei den letzten Rennen gekommen. Bei einem Junioren-Distanzrennen in Al Wath­ba wurden fünf Reiter wegen Misshandlung ihrer Pferde disqualifiziert. Die entsprechenden Ställe wurden von der nationalen Reiterlichen Vereinigung (EEF) der UAE zu je 100'000 US-Dollar Busse verurteilt. Wie ein Video, das auf youtube.com publiziert wurde, dokumentiert, hatten die Teilnehmer im Zieleinlauf nach rund 120 Kilometern ihre bereits erschöpften Vierbeiner auf extremste Weise angetrieben. Zudem wurden diese von Grooms – entgegen allen Reglementen – wäh­rend dem Vorbeigaloppieren mit Schlägen weiter «angefeuert».

Vier weitere bereits angesetzte Rennen wurden ohne Grundangabe von der EEF bis auf Weiteres verschoben. Die FEI reagierte prompt und entsendete Endurancedirektor Manuel Bandeira de Mello nach Abu Dhabi zu einem «Express-Meeting». Resultate aus den Gesprächen sollen noch diese Woche bekannt werden.

Der Schweizerische Verband für Pferdesport (SVPS), der im Kampf gegen die schweren Verstösse in den UAE stets eine Vorreiterrolle einnahm, behält sich weiter vor, die Weltmeisterschaft im Dezember 2016 in Dubai zu boykottieren. Auf der Webseite «change.org» wurde zudem zu Händen des FEI-Präsidenten Ingmar de Vos eine Onlinepetition gestartet, die verlangt, die WM an einen anderen Austragungsort zu vergeben.

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