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Machte sich stark für den Nationenpreis: Steve Guerdat. Foto: FEI/Richard Juillard
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Der Nationenpreis ist äusserst wichtig

11.04.2017 12:43
von  Sascha P. Dubach //

Am Montag und heute Dienstag traf sich die Führung des Reitsportdachverbandes FEI in Lausanne zum traditionellen «FEI Sports Forum» – dabei ging es am ersten Tag unter anderem um die Zukunft des Nationenpreises im Springreiten.

Im vergangenen Jahr erreichte die Nationscup-Serie via TV, Zeitungen sowie Social Media weltweit 2,1 Milliarden Personen. Eine enorme Zahl und doch hat die FEI nach dem Ausstieg des «Saudi Equestrian Funds» für dieses Jahr keinen Sponsor mehr. Die Gründe sind unterschiedlich, doch krankt es vor allem am für Laien schwer verständlichen Qualifikationssystem. «Wir müssen dem Produkt ‘Nationenpreis’ generell extrem Sorge tragen», meinte beispielsweise Rob Ehrens (Equipenchef Niederlande). Dem stimmt auch Steve Guerdat zu, der extra aus Mexiko City anreiste, um am Forum zu sprechen. «Für mich ist der Nationenpreis eine der wichtigsten Prüfungen. Es geht um die Ehre, für sein Heimatland zu starten. Wir müssen zum einen Sorge tragen und zum anderen aber diese auch weiterentwickeln.»

Ein grosses Anliegen verschiedener Exponenten war es, dass der Nationenpreis mit höheren Rankingpunkten aufgewertet wird. Man könne doch Doppelnuller mit zusätzlichen Punkten honorieren. Es wurden auch provokative Fragen in den Raum gestellt, beispielsweise, ob der Grand Prix ein Teil des Nationenpreises sein soll. Aber auch der jeweilige Austragungstag wurde hinterfragt. Guerdat ging noch einen Schritt weiter: «Wieso nicht das Preisgeld des jeweiligen Grand Prix zugunsten des Nationenpreises reduzieren?»

Marketingexperte David Sim gab zu bedenken, dass viele Sportarten aufgrund von Interventionen von Seiten der TV-Anstalten ihr Format ständig kürzer werden lassen. «Die zwei Umgänge sind doch genau das Alleinstellungsmerkmal, das den Nationenpreis ausmacht und von einem Grand Prix unterscheidet», so Nayla Stössel, OK-Präsidentin des CSIO St. Gallen.

Die Konklusion ist simpel: Der Nationenpreis war und ist ein starkes Produkt, das von der FEI mit oberster Priorität geschützt werden muss und in seiner Form grundsätzlich keine Veränderungen braucht. Einzig das Qualifikationssystem mit der entsprechenden Punktevergabe muss dringend geändert werden, da sind sich alle einig.

Über die weiteren Traktanden des FEI Sports Forum lesen Sie in der PferdeWoche vom 20. April.

 

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