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Philipp Weishaupt mit L.B. Convall. Foto: Dirk Caremans
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Millionär Philipp Weishaupt

11.09.2017 00:20
von  Sascha P. Dubach //

Der Deutsche Philipp Weishaupt gewinnt mit L.B. Convall den höchstdotierten Grand Prix der Welt im Rahmen des CSIO5* in Spruce Meadows, Calgary (CAN). Der 32-Jährige und der zehnjährige Holsteinerhengst, der im Besitz von Hans Liebherr steht, blieben als einziges der insgesamt 43 gestarteten Paare in beiden Umgängen ohne Abwurf. Für den Deutschen gab es den Siegercheck über eine Million kanadische Dollar, das entspricht rund 780'000 Franken.

Zweite wurde die Portugiesin Luciana Diniz mit Fit For Fun, den dritten Platz eroberte McLain Ward (USA) mit HH Azur. Die beiden, sowie der Viertplatzierte Italiener Emilio Bicocchi (Ares) verzeichneten im zweiten Umgang je nur einen Abwurf.

Den drei Schweizern lief es in der ersten, mit insgesamt 17 Sprüngen versehenen Runde, nicht optimal. Als erster musste Arthur Da Silva mit dem Belgierhengst Inonstop die äusserst anspruchsvolle Aufgabe in Angriff nehmen. Parcoursbauer Leopoldo Palacios (VEN) liess den zum Rolex Grand Slam (Verbund mit Genf, Aachen und ’s-Hertogenbosch) zählenden GP in Absprache mit dem OK auf 170 Zentimeter ausschreiben. Drei Steilsprünge waren über dem 160er-Mass. Für Da Silva hiess es am Schluss zehn Strafpunkte – zwei Abwürfe und zwei Zeitfehler. «Auf den zweiten Sprung bin ich etwas unpassend gekommen. So ein Hindernis hat Inonstop noch nie gesehen, ebenso die anschliessende Mauer. Nach den zwei Fehlern nahm ich die Zeitstrafpunkte bewusst in Kauf, ich wollte nichts mehr forcieren. Der Rest ist mir aber gut gelungen, ich bin insgesamt sehr zufrieden», bilanzierte der gebürtige Brasilianer.

Die Chinamauer wurde auch Pius Schwizer mit dem elfjährigen CH-Wallach Leonard de la Ferme zum Verhängnis, ebenso die Planke beim Einsprung in die zweifache Kombination. «Für Leonard ist es das erste Mal, dass er ein solch schweres Springen absolviert. Er hat schon ein bisschen geschaut. Er hat aber auch eine super Einstellung und kämpft immer für mich mit», so Schwizer.

Unglücklich kämpfte auch Steve Guerdat mit der zehnjährigen Belgierstute Hannah. Bis zur abschliessenden, sehr delikaten Linie mit einem Triple, gefolgt von der dreifachen Kombination (Oxer-Steil-Oxer) und einem luftigen Steilsprung (1,66 Meter), war das Paar einmal mehr harmonisch und makellos unterwegs. Beim Einsprung in die Dreifache fiel dann aber die Stange. «Die Stangen der Kombination waren alle in uni Rot und glänzten im Sonnenlicht, das war sehr schwer zu taxieren. Hannah sprang super über die Triplebarre und ich hätte vielleicht einen Galoppsprung weniger machen sollen», analysierte der Jurassier. Am Schluss resultierten für die Schweizer die Ränge 20 (Guerdat), 28 (Schwizer) und 35 (Da Silva).

Mit dem «roten» Stangenwald zu kämpfen hatten auch weitere Spitzenreiter wie Gregory Wathelet (BEL), Kevin Staut (FRA), Kent Farrington (USA), Christian Ahlmann (GER) oder Scott Brash (GBR).

Keine der beiden «Bonuskandidaten» – Genf-Sieger Pedro Veniss (BRA) und Aachen-Gewinner Gregory Wathelet (BEL) – konnten in die Entscheidung eingreifen. Weishaupt hat nun im Dezember die Möglichkeit beim Sieg im GP von Genf einen Bonus von 500'000 Euro zu gewinnen, gelingt ihm dies, winkt bei der nächsten Station gar ein Bonus von einer Million Euro. Wathelet hat in der Palexpohalle noch die Möglichkeit auf einen Bonus von 250'000 Euro.

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