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Einziger Schweizer Nuller in der ersten Runde der Teamentscheidung: Martin Fuchs auf Clooney. Foto: Dirk Caremans
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Schweden übernimmt Führung, Schweiz auf dem Silberplatz

24.08.2017 18:13
von  Florian Brauchli //

Im ersten Umgang der Teamwertung an der Europameisterschaft in Göteborg (SWE) konnten die Schweizer ihre Führung aus dem Zeitspringen nicht verteidigen. Als Leader geht Heimnation Schweden in den finalen Umgang von morgen vor der Schweiz und den punktgleichen Belgiern und Iren. In der Einzelwertung führt Peder Fredricson (SWE) mit All In (0) vor Marcus Ehning (GER) auf Pret é Tout (0.59) und Luciana Diniz (POR) mit Fit for Fun (0.67). Bester Schweizer ist Martin Fuchs mit Clooney auf Platz fünf (2.03).

80 Konkurrenten, davon zwölf Einzelreiter, starteten im ersten Umgang der Teamentscheidung. Für die Schweiz ging erneut Nadja Peter-Steiner als erste in den Parcours. Ihre Franzosenstute Saura de Fondcombe begann konzentriert, allerdings nur bis zum Steilsprung mit der schwarzen Planke. Drei Abwürfe musste sie an den Hindernissen sechs, sieben und acht hinnehmen. Dazu kam ein Zeitfehler. Mit 13 Fehlerpunkten lieferte die Schwyzerin das Streichergebnis und setzte ihre Teamkollegen unter Druck. «Der Ursprung der Fehlerkette lag bereits bei Nummer drei, als ich leicht das Gleichgewicht verlor und Saura dadurch etwas hektisch wurde.» Doch diese gingen damit sehr gut um. Romain Duguet und Twentytwo des Biches begannen ruhig und sicher. Zweimal hatte das Paar Glück, als die Stangen bedrohlich wackelten. Am Ende musste der gebürtige Franzose einen Punkt für das Überschreiten der erlaubten Zeit in Kauf nehmen.«'Twenty' ist eine unglaubliche Kämpferin, ich bin sehr zufrieden mit ihr. Der Zeitfehler ärgert mich aber sehr.»

Dann wurde es wild – Martin Fuchs und Clooney waren in der Bahn. Zuerst schaute der Westfalenwallach ins Wasser, sprang aber genug weit. Vor der dreifachen Kombination stoppte der Schimmel beinahe, mit einer reiterlichen Glanzleistung führte ihn Fuchs aber makellos über diese und alle weiteren Klippen. «Es war wirklich ein bisschen wild heute, aber alles was zählt ist der Nuller. Morgen gibt es kein Wasser mehr, das ist gut für uns.» Noch immer lag die Schweiz in Führung. Schlussreiter Steve Guerdat und seine Schwedenstute Bianca starteten sehr souverän in die Runde. Sprunggewaltig überflog die Stute alle Hindernisse. Beim zweitletzten Hindernis, einem Oxer, aber passierte es. Der Flug war zwar hoch, aber nicht weit genug und die Stange fiel. Dazu musste auch der Jurassier einen Zeitstrafpunkt hinnehmen. «Ich kann mir den Fehler nicht wirklich erklären. Ich dachte die Distanz passe sehr gut. Solche Fehler passieren Bianca und mir eigentlich nie. Aber die Medaillenchancen sind weiter intakt und wir müssen jetzt einfach weiterkämpfen.»

Mit total sechs zählenden Fehlerpunkten (Total 11.15) fiel die Schweiz hinter die Schweden zurück (8.21). Bei den Schweden zeigte der Leader im Einzel Peder Fredricson erneut seine grosse Klasse und blieb mit All In makellos. Auf Rang drei liegen punktgleich Irland und Belgien. Vor allem die Belgier beeindruckten mit vier Nullrunden. Italien (15.25), Deutschland (15.52) liegen auf Schlagdistanz zu den Medaillen.

Mit den fünf Punkten fiel Guerdat vom Podest in der Einzelwertung und ist neu nur noch auf Platz 20 (5.84). Martin Fuchs verbesserte sich auf Rang fünf, Romain Duguet belegt Rang neun (3.28). Zehn Paare liegen innerhalb eines Abwurfes, was weiter grosse Spannung verspricht.

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