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Martin Fuchs und Chaplin hätten eine Blankorunde zeigen müssen, doch leider klappte es nicht. Foto: Dirk Caremans
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Schweiz schafft Einzug in den A-Final nicht

01.10.2021 23:19
von  Sascha P. Dubach //

Das Schweizer Springreiterquartett mit Steve Guerdat, Martin Fuchs, Bryan Balsiger und Edwin Smits konnte sich beim mit insgesamt 1,55 Millionen Euro dotierten Nationenpreisfinal in Barcelona nicht für den A-Final der Top 8 Nationen qualifizieren. Mit total 19 Punkten belegten sie den zwölften Schlussrang in der Qualifikation.

15 Equipen kämpften um den Einzug in den A-Final. Equipenchef Michel Sorg wollte ursprünglich auf die gleiche Truppe wie beim EM-Sieg vor einem Monat zurückgreifen, setzte dann aber anstelle von Elian Baumann auf Ersatzreiter Edwin Smits. Olympia-Kursdesigner Santiago Varela setze einen schweren, mit insgesamt 17 Efforts bestückten Parcours, bei dem auch die eng bemessene erlaubte Zeit einen wesentlichen Faktor spielte.

Das Schweizer Quartett konnte die positive Ausgangslage als letztstartende Nation nicht ausnutzen. Steve Guerdat und Victorio des Frotards legten mit zwei Vorkommnissen plus einem Punkt für das Überschreiten der erlaubten Zeit denkbar schlecht vor. Auch bei Bryan Balsiger und Twentytwo des Biches gab es einen Abwurf und zwar beim Aussprung aus der zweifachen Kombination. «Es war ein sehr technischer Kurs. Ich dachte zu Beginn, das es ‘leicht’ gehen würde und ich war auch zu langsam unterwegs und schon kam der Fehler. Danach gab ich mehr ‘Gas’ und es ging noch zum Schluss noch gut auf», meinte der Neuenburger.

Edwin Smits und Farezzo ritten auf Sicherheit, doch auch hier kamen insgesamt sechs Strafpunkte hinzu. «Ich nahm bewusst Zeitfehler in Kauf, wollte aber ohne Stangenabwurf bleiben. Leider ist mir das nicht geglückt», so Smits. Schlussreiter Martin Fuchs und Chaplin mussten unbedingt eine Blankorunde in die Arena zaubern, um sich noch für den A-Final zu qualifizieren, doch bereits beim Einsprung in die dreifache Kombination lag die Stange im Sand. Danach gab der EM-Silbermedaillengewinner auf. «Bis dahin sah alles gut aus, doch es wäre so oder so noch ein langer Weg bis ins Ziel gewesen», meinte Chaplin-Besitzer Luigi Baleri über seinen Schützling.

«Natürlich sind wir sehr enttäuscht, dass wir es nicht in den A-Final vom Sonntag schafften. Im Challenge-Cup haben wir morgen noch die Möglichkeit, uns in der Europa-Division 1 zu behaupten. Dafür dürfen wir von den fünf verbleibenden Nationen nicht die Schlechteste sein. Gegen den Abstieg werden wir nochmals alles geben», meinte Equipenchef Michel Sorg.

Gewonnen hat die Qualifikation Deutschland mit total zwei Strafpunkten. Weiter haben sich für den A-Final qualifiziert: 2. Spanien 3, 3. Niederlande 4, 4. Brasilien 5, 5. Schweden 9, 6. Irland 10, 7. USA 10, 8. Belgien 12.

Die Schweiz kämpft am Samstag im Challenge-Cup (dem B-Final) gegen Norwegen, Grossbritannien, Italien und Frankreich um den Abstieg in die Division 2. Es beginnt wieder bei Null, die schlechteste der aufgezählten Nationen steigt ab.

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