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Steve Guerdat verteidigt erfolgreich seinen Weltcuptitel

28.03.2016 17:18
von  Sascha P. Dubach //

Olympiasieger Steve Guerdat behielt die Nerven und gewann im schwedischen Göteborg den 38. Weltcupfinal der Springreiter. Im Sattel seines zehnjährigen Westfalen-Wallachs Corbinian blieb er in beiden Umgängen ohne Fehler. Zweiter wurde Niederländer Harrie Smolders mit Emerald, dritter der Deutsche Daniel Deusser mit Cornet d'Amour. Für den Sieger gab es nebst einer Standing Ovation der 12'000 begeisterten Zuschauer in der Scandinavium-Arena ein Preisgeld von total 232'100 Euro.

"Ich bin unheimlich stolz auf mein Pferd. Ich habe immer an seine Qualität geglaubt", meinte Guerdat überglücklich. Er ist der erste Reiter, der seinen Titel mit einem anderen Pferd verteidigen konnte. Vor Jahresfrist setzte er bei seinem Triumph in Las Vegas noch auf die Stute Paille. "Es war eine unheimlich schwere Aufgabe. Corbinian hat sich jedoch von den ersten beiden Wertungsprüfungen gut erholt und so hatte ich vor dem Final ein gutes Gefühl. Dieses Pferd kann alles, es lag an mir, sein ganzes Potenzial auszuschöpfen. Das ist mir gelungen und darüber bin ich umso glücklicher."

Die Basis für seinen zweiten Sieg in Folge legte Guerdat im ersten Umgang mit einer sensationellen Runde. Beim pièce de résistance, einem Steilsprung mit Wellenplanke in den Schwedischen Nationalfarben nach der dreifachen Kombination, ritt er etwas zu dicht an die Aufgabe. Sein zehnjähriger Wallach half dem Reiter aber und so blieben alle Stangen in ihren Halterungen. Im zweiten, verkürzten Umlauf blieben neun Paare ohne Abwurf, darunter auch Daniel Deusser mit dem 13-jährigen Westfalen-Wallach Cornet d'Amour und der Niederländer Harrie Smoders mit dem zwölfjährigen Belgien-Hengst Emerald. Beide setzten somit Guerdat mächtig unter Druck, denn mit einem Abwurf hätte der 33-jährige Jurassier nur Bronze gewonnen. Der Olympiasieger konnte bei in seinem zehnten Weltcupfinal dem Druck einmal mehr standhalten und absolvierte die Aufgabe ohne jeden Makel. "Ich liebe und lebe diesen Sport, es bedeutet mir so viel", meinte er abschliessend.

Der zweite Schweizer, Romain Duguet, musste bei seiner ersten Finalteilnahme Lehrgeld bezahlen. Mit seiner zwölfjährigen Franzosen-Stute Quorida de Treho verzeichnete der gebürtige Franzose im ersten Umgang einen Abwurf, im zweiten fielen dann deren zwei Stangen in den Sand. "Ja, ich bin tief enttäuscht, ich hätte mir schon mehr versprochen. Meine Stute ist eigentlich gut im Schuss, die Fehler hätten nicht passieren dürfen", so der 35-Jährige, der mit total 23 Strafpunkten auf dem 16. Schlussrang landete.

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