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Michael Läuchli tritt zurück.
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Rücktritt von SAKO-Präsident

von  Georges Zehnder //

Michael Läuchli, Präsident der Sanktionskommission SAKO des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport SVPS, hat an der letzten Sitzung des Gremiums seinen sofortigen Rücktritt eingereicht.

Der SVPS hat in einer Pressemitteilung von Ende letzter Woche informiert, dass Michael Läuchli nach zwölf Jahren als Mitglied, davon zehn Jahre als Präsident, die Sanktionskommission per sofort verlässt. Diesen Entscheid habe er nach reiflicher Überlegung gefällt. «In der momentanen aufgeheizten Situation rund um die Gewinnpunk­te-Sanktionsverfahren sehe ich für mich keine Perspektiven zur Durch­setzung rationaler Argumente», erklärt Michael Läuchli. Die zum Teil öffentlich geführte Debatte gegen seine Person habe ihm nicht nur beträchtlichen zeitlichen Mehraufwand beschert, sondern letztendlich auch seine Gesundheit und sein Familienleben belastet. «Ausserdem habe ich im Verband nicht den erforderlichen Rückhalt gespürt», sagt Läuchli.
Diese Aussage muss wohl auch dahingehend interpretiert werden, dass nicht alle Mandatsträger in der Verbandsleitung hinter der Politik der Sanktionskommission stehen. Die Nachfolge von Michael Läuchli als Präsident der SAKO ist derzeit noch offen. Interimistisch werden die Geschäfte der SAKO durch den bisherigen Vizepräsidenten Rechtsanwalt Thomas Räber geführt.

Stimmungsmache


In der Pressemitteilung beklagt sich der SVPS, dass die aktuelle Bussendiskussion zur negativen Stimmungsmache gegen den Verband und seine Gremien benutzt worden sei. Die «PferdeWoche» hat in mehreren publizierten Berichten dem Vorstand und seinem Präsidenten Charles Trolliet vorgeworfen, dass nicht alle Führungsmitglieder über das notwendige Gespür für die Anliegen und Wünsche seiner zahlenden Mitglieder verfügen würden. Die fehlende Sensibilität jetzt mit negativer Stimmungsmache zu entschuldigen, zeugt von wenig Einsicht. Diese Tatsache wird auch dadurch belegt, indem der Vorstand die Berechnung und Publikation der Gewinnsummen erst auf Druck seiner Mitgliederverbände wieder einführte und lapidar mit folgender Aussage begründete: «Die Kenntnis über den Stand der Gewinnsummen bei Springpferden entspricht offenbar einem grossen Bedürfnis.»
Die Diskussion um die ausgesprochenen Bussen wegen Verstössen gegen die Gewinnpunkteregelung ist mit dem Rücktritt von Michael Läuchli aber noch nicht abgeschlossen. Der Verband Ostschweizer Kavallerie- und Reitvereine OKV und der Zentralschweizer Kavallerie- und Pferdesportverband ZKV haben unterstützt vom Verband Schweizer Concoursreiter VSCR den Antrag eingereicht, dass die Bussen und Bearbeitungskos­ten im Zusammenhang mit Sanktionen im Jahre 2011 vollumfänglich zu erlassen oder verhältnismässig herabzusetzen sind. Ausserdem wird gefordert, dass das Rechtspflegereglement den aktuellen Disziplinenreglementen und dem Generalreglement des Dachverbandes anzupassen sind. Der SVPS-Vorstand muss sich zum Kapitel «Sanktionen»  seinen angeschlossen Verbänden nun an der Präsidentenkonferenz vom kommenden Freitag erklären.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 6/2012)

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