Der Thorax eines Warmblutes wiegt schon gerne mal 300 Kilogramm. Dieses Gewicht trägt ein Pferd 24/7 mit sich herum. Kann es dies nicht gesunderhaltend tun, gerät es in eine Trageerschöpfung, oder wie Veronika von Rohrscheidt es lieber nennt, eine myofasziale Dysfunktion.
Das Gute vorneweg: Eine Trageerschöpfung – im Folgenden myofasziale Dysfunktion genannt – entsteht nicht zwingend durch den Reiter oder das Reiten an sich. Denn oft zeigen auch schon ungerittene Pferde eine solche Problematik. Die moderne Zucht hat uns hochelastische Bewegungskünstler geschenkt, die auf der anderen Seite jedoch oft nicht mehr in der Lage sind, ihren eigenen Körper gesunderhaltend zu managen. Fängt man dann klassisch an, ein solches Pferd auszubilden und zu reiten, sind Probleme oft vorprogrammiert. «Ein guter Reiter stellt die richtigen Fragen an ein Pferd in der Ausbildung,» erklärt Veronika von Rohrscheidt, «jedoch ist das Pferd auf Grund myofaszialer Dysfunktionen nicht in der Lage, die richtigen Antworten auf diese Fragen zu geben.» Es dann mit mehr Training zu versuchen, sei menschlich nachvollziehbar, aber leider nicht zielfördernd. «Läuft ein Pferd erst mal in seinem Kompensatonsmuster, wird bei weiterem, selbst sehr gutem Training, nur die Kompensationsmuskulatur aufgebaut, anstatt der Muskulatur, die wir eigentlich gerne hätten.» In diese Bresche springt tensegrales Training.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe vom Mittwoch.
(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 31/2026)

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