«Oh nein» ist verständlicherweise die erste Reaktion auf eine Lahmheit oder Verletzung eines Pferdes. Alle wünschen sich gesunde und leistungsfähige Pferde, man möchte mit ihnen arbeiten und reiten können. Doch Kopf hoch, häufig ist es gerade der Weg über die Rehabilitation, welcher das Tier einen grossen Schritt weiterbringt. Zudem gilt es in der Reha nicht einfach abzuwarten, sondern spezifisch zu trainieren – ein Blick in den Klinikalltag der Rehabilitationsstation der Pferdeklinik des Nationalen Pferdezentrums (NPZ) in Bern.
Die achtjährige Warmblutstute Callie wurde den Tierärzten des NPZ nach einer Chipoperation zur Rehabilitation anvertraut. Bei Callie stellte sich schleichend eine leichtgradige Unregelmässigkeit vorne rechts ein, welche auf das Fesselgelenk lokalisiert werden konnte. In diesem sah man auf dem Röntgenbild einen Gelenkchip. Dieser Chip wurde erfolgreich operativ entfernt. Das Gelenk war acht Wochen postoperativ reizfrei und zeigte keine Schmerzreaktionen bei der Beugeprobe. Trotzdem zeigte die Stute bei Eintritt in die Reha eine leichtgradige Unregelmässigkeit vorne rechts und vorne beidseitig einen kurzen Gang. Bei der Bewegungsanalyse, welche standardmässig bei Eintritt in die Reha durchgeführt wird, hatte Callie Mühe den Hals nach rechts zu biegen und war verspannt im Schulterbereich. Insbesondere die rechte Schulter konnte sie schlecht absenken. Zudem war das Iliosakralgelenk auf der linken Seite in seiner Bewegung eingeschränkt, dies aufgrund der zehntägigen Boxenruhe und der rund zehn Wochen nur Schritt laufen nach der OP.
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(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 38/2025)

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