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Gold für Belgien mit (v.l.): Pieter Devos, Gilles Thomas, Nicolas Philippaerts, Thibeau Spits und Equipenchef Peter Weinberg. Foto: Dirk Caremans
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Belgien ist Europameister, Schweiz auf Rang fünf

18.07.2025 19:16
von  Sascha P. Dubach //

Belgien hat sich an der Europameisterschaft der Springreiter im spanischen A Coruña mit total 5.61 die Goldmedaille im Team gesichert. Silber eroberte mit 7.96 Grossbritannien, Bronze geht mit 8.19 an Deutschland. Die Schweiz machte im finalen zweiten Durchgang noch einen Rang gut und belegt am Ende mit 15.10 hinter Irland (12.39) Platz fünf.

Nadja Peter Steiner blieb als Schweizer Startreiterin im Sattel von Mila einmal mehr fehlerfrei und gab dem Team so einen vertrauensvollen Start. Der Kurs von Santiago Varela (ESP) war heute deutlich schwerer und hatte viele technische Linien, die es zu bewähltigen gab. «Ich hatte nach der Besichtigung den Plan hier und dort noch etwas geändert, konnte ihn dann aber genauso wie ich ihn im Kopf hatte ausführen. Ich bin sehr glücklich.»

Géraldine Straumann zeigte im Sattel von Long John Silver wie schon gestern erneut eine tolle Runde. Sie musste sich lediglich bei einem Oxer auf der Schlusslinie einen Abwurf notieren lassen. «Ich bin happy mit meiner Runde, ‘Johnny’ ist fantastisch gesprungen, leider habe ich den Oxer etwas überritten, das ärgert mich natürlich.»

Martin Fuchs und Conner Jei konnten sich gegenüber gestern mit vier Abwürfen heute steigern. Dennoch gab es den erhofften Nuller nicht. Er musste sich einen Abwurf an einem schmalen Steilsprung ankreiden lassen. «In der Nationenwertung muss man null reiten… Es war sicherlich eine bessere Runde als gestern, aber dennoch nicht so wie gewollt.»

Schlussreiter Steve Guerdat blieb mit Albführen's Iashin Sitte einmal mehr makellos. Der Jurassier haderte mit dem Schlussresultat des Teams: «Es ist frustrierend, wir haben insgesamt drei Reiter in den Top Ten der Einzelwertung und trotzdem keine Medaille. Persönlich bin ich zufrieden, bis jetzt habe ich das Beste gemacht, was wir machen konnten.»

Im Kampf um die Medaillen brillierte Belgien mit drei Runden ohne Abwurf. Nicola Philippaerts (Katanga) blieb makellos, Pieter Devos (Casual DV) kam mit vier Punkten ins Ziel und Thibeau Spits musste sich mit Impress-K nur einen Zeitstrafpunkt notieren lassen. Schlussreiter Gilles Thomas sicherte den Belgiern mit einer Nullrunde auf Ermitage Kalone die Goldmedaille.

Grossbritannien mit Ben Maher, Matthew Sampson, Donald Whitaker und Scott Brash fiel auf den Silberrang zurück, dank der Nullrunde von Brash blieben sie aber noch vor Deutschland mit Marcus Ehning, Sophie Hinners, Christian Kukuk und Richard Vogel.

Hervorragende Ausgangslage

Die Einzelreiter hatten den Kurs vor den Teamreitern zu absolvieren. Hier brillierte einmal mehr Janika Sprunger mit Orelie. Auch sie blieb wie Guerdat und Peter Steiner ohne Abwurf. «Wir waren heute total im Fokus, im Vertrauen, auf den Punkt. Orelie hat super mitgemacht. Ich bin mega happy, mega stolz», freute sie sich.

In der Einzelwertung dürfen die 25 besten Reiter den Final mit zwei Umgängen – der zweite ist noch für die Top Zwölf reserviert – bestreiten. Erfreulicherweise haben sich dafür drei Schweizer qualifiziert. Steve Gueredat (1.19) liegt hinter Richard Vogel (GER, 0.01) und Scott Brash (GBR, 1.08) an dritter Position. Nadja Peter Steiner ist aktuell mit 2.11 an sechster und Janika Sprunger mit 2.41 an neunter Stelle. 13 Paare liegen innerhalb nur eines Springfehlers – noch kann also viel passieren.

Der erste Umgang beginnt am Sonntag um 14 Uhr, die Entscheidung dann um 16.30 Uhr.

 

 

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