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GP-Sieg für Marcus Ehning und Coolio. Foto: Serge Petrillo
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Ehning siegt im Longines Grossen Preis der Schweiz

07.06.2026 18:05
von  Florian Brauchli //

Perfekt äusserliche Bedingungen und eine fantastische Zuschauerkulisse boten einen würdigen Rahmen für den Longines GP im St. Galler Gründenmoos. 48 Paare nahmen die mit einer halben Million Euro dotierte Prüfung in. Die zwölf besten Paare qualifizierten sich für die zweite, leicht verkürzte Runde. Beinahe wäre diese ohne Schweizer Beteiligung über die Bühne gegangen, und das obwohl gleich elf «Reitgenossen» an den Start gingen. Reihenweise scheiterten sie an den zahlreichen Klippen. So war es Pius Schwizer vorbehalten, die Schweizer Farben in der Entscheidung zu vertreten. Der Solothurner Routinier musste sich mit dem Niederländerwallach Jason R lediglich am Steil nach der Dreifachen einen Fehler notieren lassen. Als Neunter schaffte er es in die Reprise.

Acht Paare starteten im zweiten Umgang mit vier Punkten. Pius Schwizer konnte sich nicht nach vorne orientieren. Der Oensinger wollte mit Jason angreifen und wendete eng vom zweiten auf das dritte Hindernis – zu eng. Die Stange fiel und ein weiterer Fehler kam hinzu. So blieb für den besten Schweizer lediglich Rang zwölf.

Pia Reich eröffnete den Reigen der Nullreiter aus dem ersten Umgang. Die Deutsche, die für den Thurgauer Paul Bücheler reitet und in dessen Besitz auch ihr Hannoveranerwallach Löwenherz steht, ritt zügig vorwärts, ohne das letzte Risiko einzugehen. Sie blieb nach 50.80 Sekunden fehlerfrei und übernahm die Führung. Diese musste sie aber sogleich wieder an einen Landsmann abgeben. Marcus Ehning wendete viel enger und dies zahlte sich aus. Der deutsche Stilist übernahm mit über vier Sekunden Vorsprung die Spitze. Katharina Rhomberg au Österreich versuchte mit Colestus Cambridge diese Marke anzugreifen, aber sie musste sich um eine Dreiviertelsekunde geschlagen geben. Schlussreiter Marcus Westergren griff mit Airco de l’Esprit voll an, doch bereits am zweiten Hindernis fiel die Stange und die Siegchance war dahin. Am Ende belegte der Schwede Platz sechs.

So siegte der Routinier Marcus Ehning vor Rhomberg und Reich, ein rein deutschsprachiges Podest. «Heute sollte es einfach sein», freute sich der Westfale. «Coolio wäre klar meine Wahl für die WM in diesem Herbst, er hat sich hier hervorragend präsentiert und ich bin sehr stolz auf ihn.». Für Ehning gab es eine Siegprämie von 150'000 Euro, Schwizer durfte sich immerhin noch über 5000 Euro freuen.

 

 

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