Morgen Mittwoch beginnt die Europameisterschaft der Dressurreiter auf der Anlage der Jiva Hill Stables im französischen Crozet, rund 15 Minuten vom Flughafen Genf entfernt. Die EM wird von vielen Nationen als Weichenstellung für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr genutzt. Die Schweizer Farben werden vertreten von Delia Eggenberger mit Santa Maria, Charlotte Lenherr mit Dettori, Jessica Neuhauser mit Rockson und Charlotta Rogerson mit Bonheur de la Vie.
Heute Vormittag fand der obligate Vetcheck statt, den alle Schweizer Pferde mit Bravour bestanden, wie Equipenchefin Ruth Haas sagt. «Auch das Warmup im offiziellen Viereck ist ohne Probleme vonstatten gegangen. Wir freuen uns auf morgen.»
Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird Frankreich Gastgeber der Europameisterschaft der «Buchstabenkünstler» sein. Die 2006 als Teil des luxuriösen Jiva Hill Hotel Resorts erbaute Pferdesportanlage erstreckt sich über ein 50 Hektar grosses Anwesen, das den höchsten Standards für Dressurwettbewerbe gerecht wird. Zwei der vier Schweizer Reiterinnen kennen die Anlage schon und sind beim CDI schon einmal gestartet. Für Neuhauser und Rogerson ist es eine Premiere. «An die EM in Crozet reisen wir mit vier Paaren, die in diesen Kombinationen noch nie an einem Championat teilgenommen haben. Mit Jessica Neuhauser haben wir sogar eine Reiterin dabei, die zum ersten Mal überhaupt an einer EM teilnehmen wird», erzählt Equipenchefin Ruth Haas, die gemeinsam mit Nationaltrainer Oliver Oelrich und Tierarzt Christoph Kühnle die Reiterinnen begleitet. «Wir sind überzeugt, dass die Paare eine gute Leistung zeigen werden, dies auch aufgrund der erfreulichen Tendenzen während der laufenden Saison. Primärziel der diesjährigen EM ist es, dass die Paare Championatserfahrung sammeln und enger zusammenwachsen können, dies sicherlich auch im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Aachen im nächsten Jahr.»
Näher an den Topnationen
«Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung an den von uns ausgewählten Turnieren. Die Pferdepaare konnten sich stetig steigern», berichtet Coach Oliver Oelrich. Man habe grundsätzlich gemerkt, dass man näher an die anderen Nationen heranrücken konnte.
Morgen Mittwoch beginnt das Turnier mit der ersten Serie des Grand Prix, der für die Vergabe des Mannschaftstitels zählt. Die Schweizer starten wie folgt:
Delia Eggenberger -> 10.19 Uhr
Charlotte Lenherr -> 14.28 Uhr
Am Donnerstag folgen dann:
Jessica Nauhauser -> 11.16 Uhr
Charlotta Rogerson -> 14.57 Uhr
Der Freitag ist für den Grand Prix Spécial reserviert, wo die 30 besten Paare aus dem Grand Prix startberechtigt sind. Den Abschluss bildet dann die Kür am Sonntag, wo noch 18 Paare (maximal drei pro Nation) zugelassen sind.
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