Federnd leicht und mit viel Gefühl zeigte sich der erst neunjährige Hannoveraner Zonik Plus im Grand-Prix-Spécial an der Europameisterschaft Dressur im französischen Crozet. Pilotiert wurde er vom 38-jährigen Belgier Justin Verboomen, der den Hengst selbst ausgebildet hat. Eine tolle Trabtour, Passagen vom Feinsten und Pirouetten, für die auch die Zehn gezückt wurde, resultierten in 82,371 Prozentpunkten, was Gold bedeutete. Erst vor zehn Jahren gab Verboomen sein internationales Debüt und die EM in diesem Jahr ist sein erstes Championat. Unfassbar, aber absolut verdient. «Ich bin absolut sprachlos, ich weiss nicht, was gerade im Viereck passiert ist», so der noch etwas «schüchterne» Reiter nach seinem Triumph.
Silber eroberte Cathrine Laudrup-Dufour mit der bereits 16 Jahre alten Hannoveranerstute Mount St John Freestyle. Die 33-jährige Dänin musste in den Einerwechseln einen veritablen Patzer in Kauf nehmen, der sie wahrscheinlich die Goldmedaille kostete. Am Schluss erhielt sie 81,687.
Bronze ging an die Dressurqueen Isabell Werth mit ihrer elfjährigen Stute Wendy de Fontaine, die sich mit 79,027 vor ihrer Teamkollegin Katharina Hemmer mit Denoix (78,678) positionierte. Auch Werths Spécial war nicht ganz fehlerfrei, auch sie hatte mit den Einerwechseln zu kämpfen. Hemmer übrigens war an der EM 2023 und an den Olympischen Spielen noch Reservistin; dafür zeigte sie in ihrem ersten Championat nun gleich was in ihr steckt. Rang fünf und sechs gingen nach Grossbritannien zu Becky Moody mit Jagerbomb (77,796) und Carl Hester mit Fame (76,383).
18 Paare – nur drei pro Nation – sind nun in der Kür am Sonntag startberechtigt. Spannung ist garantiert.
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