An der Europameisterschaft der Springreiter im spanischen A Coruña konnten die drei verbleibenden Schweizer im Final ihre gute Ausgangslage nicht ausnutzen. Janika Sprunger und Orelie beendeten an 25. Position, Nadja Peter Steiner und Mila auf Platz 15. Steve Guerdat belegte mit Albführen’s Iashin Sitte als bester Schweizer den zwölften Schlussrang. Gold sicherte sich der Deutsche Richard Vogel. Silber gewinnt Scott Brash (GBR) und Bronze Gilles Thomas (BEL).
Zwei Runden standen im Einzelfinal an. Die erste war für die Top 25 reserviert, die Reprise dann noch für die Top Zwölf. Parcoursbauer Santiago Varela setzte 15 Efforts in die Arena – eine der Klippen war die Linie Wassergraben mit anschliessender zweifacher Kombination. Auch die Schlusslinie hatte es in sich. Alles war dicht beieinander, ein Abwurf und man war quasi weg. Zu Beginn gab es etliche Nuller, das gab Hoffnung für die drei Schweizer. Den Auftakt machte Janika Sprunger. Bis zur ersten Klippe sah alles gut aus, aber dann kam es nach dem Wassergraben zu einem Refus – aus der Traum. «Was ich heute gespürt habe, ist, dass Orelie an ihre physische Grenze kam. Nicht von der Aufgabe her, aber insgesamt am Championat. Ich habe mein Bestes gegeben, ich hätte sie gerne noch mehr unterstützt», meinte die Baslerin.
Auch Nadja Peter Steiner war mit Mila formidabel unterwegs. Alles sah nach einer sicheren Nullrunde aus, doch sie kam etwas zu gross in die dreifache Kombination (Triple-Steil-Oxer) und Mila riss beim ersten Element eine Stange. Das katapultierte sie aus den Top Zwölf heraus. Trotz diesem Missgeschick war sie glücklich: «Es war eine super Runde, Mila ist fantastisch gesprungen, wir hatten einfach Pech am Schluss. Über das gesamte Championat gesehen, bin ich glücklich wie es gelaufen ist.»
Steve Guerdat startete vom Bronzeplatz aus, pilotierte Albführen’s Iashin Sitte kontrolliert und sicher durch die Klippen. Auch die Dreifache am Schluss, kein Problem. Alles sah nach einem Nuller aus, doch dann fiel die Planke am letzten Sprung. Er fiel zurück auf Rang zwölf, durfte damit noch einmal antreten.
An der Spitze blieb sowohl der Führende Richard Vogel (GER) mit United Touch S, als auch der Zweitplatzierte Scott Brash (GBR) mit Hello Folie makellos. Auf Rang drei vorarbeiten konnte sich Gilles Thomas (BEL) mit Ermitage Kalone.
Nach einer stündigen Pause stand ein neuer Kurs mit noch zwölf Efforts für die Entscheidung bereit. Guerdat machte den Auftakt, musste nochmals zwei Abwürfe in Kauf nehmen, klassierte sich dann mit total 13.19 Punkten an zwölfter Position. «Klar ist der zwölfte Platz nun enttäuschend, vor allem weil ich aus einer guter Position starten konnte. Insgesamt gibt es aber auch viel Positives. Ich bin sehr zufrieden wie Albführen's Iashin Sitte über alle Tage gesprungen ist», so der Titelverteidiger.
An der Spitze änderte sich die Reihenfolge nicht mehr – die Top acht blieben allesamt makellos und so sicherte sich Richard Vogel auf United Touch S – nach Bronze mit dem Team – mit nur 0,01 Punkten verdient die Goldmedaille. Scott Brash gewann mit Hello Folie seine zweite Silbermedaille und für Teameuropameister Gilles Thomas gab es mit Ermitage Kalone Bronze.
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