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Endlich wieder Basel

11.01.2023 08:47
von  Sascha P. Dubach/Roman Gasser //

Die zwölfte Austragung des beliebten Indoorturniers vom 12. bis 15. Januar 2023 in der St. Jakobshalle wird ein absoluter Höhepunkt für alle Pferdefreunde. Neben den Besten im Springreiten sind erstmals auch die Besten der Dressur am Start. Zusätzlich wird die weltberühmte Spanische Hofreitschule aus Wien das Publikum mit ihren täglichen Vorführungen begeistern.

Seit 2010 hat sich das Basler Turnier hervorragend entwickelt und zählt weltweit zu den besten Hallenturnieren im Springreitsport. Ab morgen wird nun als zusätzliche Attraktion erstmals die Dressur ins Programm integriert. Und das gleich auf dem höchstmöglichen Niveau und als Weltcupqualifikation. Am Samstag findet der GP, am Sonntag dann die Kür statt. Das Grand Hotel Les Trois Rois präsentiert die beiden mit 30’000 und 100’000 Franken dotierten Prüfungen. «Dass wir nun auch Dressur auf Weltklasseniveau zeigen dürfen, ist ein lange gehegtes Anliegen von mir und auch im Hinblick auf den Weltcupfinal 2025 hier in Basel äusserst wichtig», betont Thomas Straumann, Verwaltungsratspräsident des Turniers.

Zugesagt haben die beiden deutschen Spitzenreiterinnen Jessica von Bredow-Werndl und Isabell Werth. Mit sieben Olympiagoldmedaillen, neun Weltmeisterschafts- und 21 Europameisterschaftstiteln sowie fünf Weltcupfinalsiegen ist Isabell Werth die mit Abstand erfolgreichste Reiterin der Geschichte. Weltnummer fünf Jessica von Bredow-Werndl wird mit ihrem Spitzenpferd TSF Dalera BB nach Basel kommen. Mit der Stute im Besitz der Schweizerin Beatrice Bürchler-Keller gewann sie Doppelgold bei den Olympischen Spielen in Tokio, Dreifachgold bei den Europameisterschaften 2021 und den Weltcupfinal im vergangenen Jahr in Leipzig. Ergänzt werden diese beiden durch Benjamin Werndl (WR 7) und Dorothee Schneider (WR 15).

Aus der Schweiz sind für das etwa 16-köpfige Teilnehmerfeld Schweizermeisterin Carla Aeberhard, Gilles Ngovan und die Olympiateilnehmerin Estelle Wettstein am Start. Des Weiteren startet unter anderem die niederländische Topreiterin und Weltcupsiegerin von Mechelen Dinja van Liere (WR 4), Patrik Kittel (WR 6) aus Schweden oder Nanna Skodborg Merrald (WR 14) aus Dänemark. Für die Schweizer Equipenchefin Ruth Haas ist es eine grosse Freude, dass in Basel erstmals Dressur ins Programm aufgenommen wurde und den Schweizer Elitekaderreitern die Möglichkeit geboten wird, inmitten der Weltelite vor heimischem Publikum aufzutreten. «Wir haben uns mit gezielten Trainings bestmöglich für die Premiere in Basel vorbereitet. Nun geht es darum, beim GP am Samstag mit Respekt, aber mutig, die bestmögliche Leistung abzurufen. So, dass möglichst alle drei Paare auch am Sonntag in der Kür starten können. Wir nutzen die ausgezeichnete Gelegenheit und haben für den Sonntag alle Pferdebesitzer unseres Elitekaders eingeladen, um uns bei ihnen für die bisherige und hoffentlich auch zukünftige Unterstützung zu bedanken. Nur zu gerne wollen wir in Basel unser Potenzial aufzeigen, dabei auch Freude haben und den ganz besonderen Auftritt vor so viel Publikum geniessen.»

Der Weltmeister zu Gast

Henrik von Eckermann und King Edward sind im Springreitsport derzeit das Paar, das es zu schlagen gilt. Umso schöner, dass die beiden am Start sind. Der Schwede konnte den Belgierwallach des Schweizer Besitzers Georg Kähny von seiner Ehefrau Janika Sprunger übernehmen, als sie schwanger war. Das Duo harmoniert seither bestens. Von den Olympischen Spielen in Tokio reiste Eckermann mit Teamgold heim. Letztes Jahr an der WM im dänischen Herning gab es gleich Gold im Team und auch im Einzel. Dank diesen Erfolgen führt Von Eckermann seit August die Weltrangliste an. Ihm dicht auf den Fersen ist Martin Fuchs, Weltcupfinalsieger 2022 in Leipzig. Auch Steve Guerdat, Titelverteidiger der Weltcupprüfung in Basel, zählt zu den starken Herausforderern, genauso wie die beiden Schweizer Toptalente Bryan Balsiger und Edouard Schmitz und der Routinier Pius Schwizer. «Zum Jahresauftakt gleich ein Fünfsternturnier zu Hause, das ist doch wunderschön. Unsere Vorfreude auf das Turnier in Basel ist nach zwei Absagen umso grösser. Von unseren 17 Schweizer Springreitern, die starten dürfen, sind sieben für das Weltcupspringen vom Sonntag gesetzt. Sechs haben die Chance, sich beim Longines Grand Prix am Freitagabend mit einem Topresultat für den Abschluss am Sonntag zu qualifizieren. Natürlich hoffe ich, dass wir die kleine Tradition mit Schweizer Siegen fortführen können», so Equipenchef Michel Sorg.

Insgesamt sind elf Reiter der Top 20 der Weltrangliste in Basel am Start. Nebst Eckermann und Fuchs starten demnach auch Julien Epaillard (FRA, WR 3), Harrie Smolders (NED, WR 4), Marlon Modolo Zanotelli (BRA, WR 7), Daniel Deusser (GER, WR 8), Kevin Staut (FRA, WR 11), Simon Delestre (FRA, WR 12), Jérôme Guery (BEL, WR 13), Max Kühner (AUT, WR 16) und Jur Vrieling (NED, WR 20).

Sie alle erwartet ein attraktives Sportprogramm mit neun Prüfungen, wovon acht für die Weltrangliste zählen. Jeder Turniertag bietet eine hochstehende Prüfung. Los geht es am Donnerstag mit dem Preis des Grand Hotel Les Trois Rois Basel mit 60’000 Franken Preisgeld. Am Freitag ist der mit 200’000 Franken dotierte Longines-GP der sportliche Höhepunkt. Das «Dach und Holztech»-Jagdspringen (60’000 Franken) und das Championat der Stadt Basel um die Goldene Trommel (75’000 Franken) fordern am Samstag Höchstleistungen der Athleten. Den krönenden Abschluss am Sonntag bildet der erstmals mit 330’000 Franken dotierte Longines Weltcup-GP, präsentiert von der Bank J. Safra Sarasin. Damit verbunden ist eine höhere Anzahl an Weltranglistenpunkten. Und natürlich geht es auch um die begehrten Weltcuppunkte, die benötigt werden, um am Final Anfang April in Omaha (USA) teilnehmen zu können.

Einen fixen Platz im Programm hat die beliebte Amateur-Tour der Helvetia Versicherungen. Zur Teilnahme eingeladen ist das Team der Schweizer Junioren, das im Juli 2021 an der EM im portugiesischen Vilamoura die Silbermedaille gewann. Für den Aufbau der Springparcours ist neu der Schweizer Gérard Lachat verantwortlich. Ihm zur Seite steht mit Gregory Bodo eine anerkannte Kapazität aus Frankreich. Das Duo löst den Deutschen Frank Rothenberger ab.

Die «Spanische» als Showhighlight

Die weltberühmte Spanische Hofreitschule kommt von Wien nach Basel. In einer rund 45-minütigen Vorführung präsentiert das Ballett der weissen Hengste täglich die Hohe Schule der klassischen Reitkunst. Die acht Bereiter und 25 Lipizzanerhengste werden mit ihren von klassischer Musik begleiteten hochkarätigen Reitvorführungen ganz bestimmt nicht nur Pferdeliebhaber begeistern.

Die Eröffnungsfeier am Donnerstag, der Award für den «Besitzer des Jahres» am Freitag, die Ehrungen der Gönnervereinigung Swiss Team Trophy am Samstag und die Verleihung des «Award of Honour» der CHI Classics Basel runden den täglichen Showblock ab. Dazu sorgen zahlreiche Aussteller und eine Vielfalt an kulinarischen Möglichkeiten für diverse Genussmomente.

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Steve Guerdat kommt als zweifacher Titelverteidiger nach Basel zurück

Bei der letzten Austragung des Basler Turniers im Januar 2020 gewann Steve Guerdat am Freitagabend den Longines Grand Prix. Ebenfalls mit Victorio des Frotards gewann er darauf am Sonntagnachmittag auch noch die Weltcupprüfung. Kein Wunder freut sich der Olympia- und dreifache Weltcupfinalsieger auf Basel. «Die Tage in der St. Jakobshalle im Januar 2020 waren unglaublich. Für uns Springreiter ist Basel jeweils ein fantastischer Auftakt ins neue Jahr. In der Schweiz zu starten, ist immer schön und Basel legt sehr viel Wert auf den Sport. Die Prüfungen sind hochstehend und für unsere Pferde wird alles gemacht, was möglich ist. Der Weltcupfinal ist für mich wie jedes Jahr ein grosses Ziel. Entsprechend möchte ich spätestens in Basel die nötigen Punkte holen, um mich dafür zu qualifizieren.»


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