In der ersten von drei Wertungsprüfungen am Weltcupfinal der Springreiter in Fort Worth, Texas (USA) konnten die beiden Schweizer Steve Guerdat und Martin Fuchs die Ränge drei und 15 belegen. In Führung liegt der US-Amerikaner Kent Farrington (Toulayna) vor Daniel Deusser (GER) mit Otello de Guldenboom. Hinter dem Podest reihen sich mit Lillie Keenan (Kick On), Jacob Pope (Highway) und Aaron Vale (Carissimo) gleich drei weitere Amerikaner ein.
Der Parcours des gebürtigen Brasilianer Anderson Lima (Assistent an den OS Rio 2016) mit 16 Efforts ausgestattet, bot mehrere Passagen, bei denen man abkürzen konnte. Von den insgesamt 35 Startern blieben deren 13 ohne Abwurf. Trotz nicht voll belegten Rängen, war die Stimmung schon beim ersten Reiter gut, als mit Aron Vale gleich der erste einheimische Reiter die Aufgabe in Angriff nahm. Und er überzeugte, seine fehlerfreie Zeit von 64.32 Sekunden hielt zehn nachfolgenden Reitern stand. Seine Landsfrau Lillie Keenen übernahm danach trotz Abwurf auf Kick On mit 63.78 Sekunden die Führung. Nach ihr kam es durch den Ritt von Topfavorit Kent Farrington mit Toulayna – der mit 32.03 die Spitze übernahm – gleich zu einer Dreifachführung der US-Amerikaner.
In diese Phalanx konnte dann aber Steve Guerdat bei seiner 16. Finalteilnahme vorstossen. Im Sattel von Albführen’s Iashin Sitte kürzte er an allen möglichen Stellen perfekt ab, ritt zügig vorwärts und blieb ohne Abwurf. Mit seiner Zeit von 62.49 setzte er sich direkt hinter Farrington. Am Schluss blieb er mit dem dritten Platz sogar auf dem Podest. «Ich bin erleichtert», meinte er nach der Prüfung. «Die Wertung C ist eine Prüfung, die man an einem Championat gerne hinter sich hat. Hier gibt es viel zu verlieren. Ich bin mit dem Resultat und dem Pferd sehr zufrieden – mit meinem Ritt jedoch nicht ganz. Iashin Sitte ist in guter Form, ich bin für morgen zuversichtlich.»
Gleich nach Guerdat ritt Martin Fuchs mit Lorde in die Arena. Hoch konzentriert nahm er den Parcours in Angriff, ritt ebenfalls perfekt und mit guten Grundtempo. Leider verhinderte eine leichte Touche am letzten Sprung – die zu einem Abwurf und drei Sekunden Zuschlag führte – eine bessere Klassierung. Trotz allem eine starke Runde. Mit 67.09 reihte er sich nach seinem Ritt an siebter Stelle ein, rutschte dann aber leider noch nach hinten. «Lorde war fantastisch, hat super mitgemacht. Auf den letzten Sprung habe ich wie geplant einen Galoppsprung weniger gemacht. Mit zu wenig Ruhe und korrektem Reiten passierte dann leider der Fehler, über den ich mich natürlich ärgere. Ich habe aber ein super Gefühl für die nächsten Tage», so der Zürcher. Sein Motto: «Fehler vergessen und wieder voll fokussieren.»
Zu den grossen Verlierern gehört Mitfavorit Willem Greve aus den Niederlanden. Mit vier Abwürfen belegte der Sieger der Qualifikation der Westeuropaliga am Schluss den 33. Rang.
Weiter geht es nun mit der zweiten Wertungsprüfung (Wertung A mit Stechen) in der Nacht von Freitag auf Samstag um 2.00 Schweizer Zeit – wiederum live auf srf.ch/sport.
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