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Major-Sieger Richard Vogel mit United Touch S. Foto: Dirk Caremans
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GP Aachen an Richard Vogel – Guerdat Fünfter

24.05.2026 16:16
von  Sascha P. Dubach //

Beim verkürzten CHIO Aachen, der aufgrund der bevorstehenden Weltmeisterschaften als CSI5* ausgeschrieben war, wurde zum Abschluss der mit 1.5 Millionen Euro dotierte Grand Prix im Rahmen des Rolex Grand Slam ausgetragen. Nur drei Paare blieben in beiden schweren Umgängen ohne Abwurf und konnten sich so für das Stechen qualifizieren.

Den Aufstieg in die Entscheidung schafften die beiden Schweizer Vertreter leider nicht. Steve Guerdat musste mit Startnummer eins den ersten Umgang eröffnen. Im Sattel des 17-jährigen Franzosenwallachs Venard de Cerisy (C.H.C. Horses SA) begann er gewohnt stark, doch leider erwischte es ihn beim Aussprung aus der dreifachen Kombination (Oxer), bei dem Venard die Stange nur ganz leicht touchierte. Dank einer guten Zeit konnte sich Guerdat für Umgang zwei der Top 18 qualifizieren. In diesem blieb er dann fehlerfrei und auch schnell. Damit konnte er sich noch entscheidend verbessern und schloss auf dem tollen fünften Platz ab.

Der zweite Schweizer, Martin Fuchs, setzte auf den 15-jährigen Holststeinerwallach Conner Jei (Adolfo Juri). Ihm gelang in Runde eins ein toller Blankoritt. Der GP-Titelverteidiger (2025 mit Leone Jei) musste sich dann aber beim Einsprung in die Dreifache (Oxer) einen Fehler notieren lassen. Da er bewusst auf Null ritt und für ihn die Zeit sekundär war, beendete er am Schluss auf dem zwölften Rang.

Zwei Deutsche und ein Argentinier ritten doppelnull. Die Barrage eröffnen musste die Deutsche Sophie Hinners mit Iron Dames Singclair. Sie ritt über die verbleibenden acht Sprünge auf dem grossen Rasenplatz nicht Vollgas, blieb ohne Abwurf und kam in 51.62 Sekunden ins Ziel. Nach ihr folgte ihr Lebenspartner Richard Vogel, der als «Live-Contender» (Sieger beim Major in ’s-Hertogenbosch) die Chance auf einen Bonus hatte. Er griff an, spielte die Stärken seines United Touch S mit grosser Galoppade voll aus. Alle Stangen blieben oben, die Uhr stoppte bei 45.57 Sekunden. Damit setzte er José Maria Larocca jun. mit Finn Lente mächtig unter Druck. Auch der Argentinier griff an, musste hier und dort kämpfen. Auch er blieb ohne Abwurf, die Zeit von 47.36 Sekunden reichten aber nicht.

Damit ging der Sieg an Richard Vogel, der nebst den 450'000 Siegpreisgeld noch den Bonus von 500'000 Euro einstreichen konnte. Er hat nun die Chance im September in Spruce Meadows, Calgary (CAN) auf den Grand Slam, der zusätzlich mit einer Million Euro dotiert ist.

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