In dem mit 200'000 Euro dotierten Final der Longines EEF-Series in Avenches konnte die Schweizer Equipe ihren Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Das Quartett von Teamchef Peter van der Waaij mit Adrian Schmid, Anthony Bourquard, Timo Heiniger und Steve Guerdat beendete auf dem siebten Rang. Der Sieg ging mit zwölf Zählern an Belgien mit Roy van Beek (Charleston H), Mathieu Bourdeaud’Hui (Oscar the Homage), Katja Haep (Romy FZ) und Jeroen Appelen (King CJS) vor Schweden (16) und Österreich (20).
Die Schweiz zog die Startnummer eins und so musste Adrian Schmid mit seinem bewährten Holsteinerwallach Chicharito eröffnen. Der Kurs von Gérard Lachat mit zwölf Hindernissen hatte es in sich. Bis zur Schlusslinie mit der dreifachen Kombination lief alles gut, doch dann quittierte der Schimmel «den Dienst» beim mittleren Element. Auch im zweiten Anlauf wollte es nicht klappen – eine denkbar schlechte Ausgangslage zu Beginn. Bei Anthony Bourquard und Fontaineblau Manciais kam es zu zwei Abwürfen – ebenfalls auf der Schlusslinie. Der frischgebackene Schweizermeister Timo Heiniger und Maddox MB mussten sich gar deren drei Abwürfe notieren lassen. Blieb noch Weltmeister Steve Guerdat, der auf den neunjährigen Franzosen Hadj de Bliniere setzte. Es wurde still auf dem IENA-Gelände. Fast klappte es mit dem erhofften Nuller, doch auch Guerdat verpasste es in der Dreifachen, fehlerfrei zu blieben. Damit lag die Schweiz zur Hälfte mit 24 Punkten an neunter Stelle, punktgleich mit Ungarn.
Die Führung übernahm Schweden mit nur vier Punkten vor Italien und Österreich mit je acht Zählern. Dahinter folgten Belgien und die Niederlande mit zwölf.
In der Reprise verzichtete Schmid dann nach bereits zwei Abwürfen vor der ominösen Dreifachen, da er kein gutes Gefühl mehr hatte. Bourquard zeigte eine tolle Runde, einzig der Aussprung aus der Dreifachen wurde ihm zum Verhängnis. Auch Schweizermeister Heiniger konnte sich verbessern, bei ihm standen am Schluss acht Fehlerpunkte in der Wertung. Noch einmal wurde es still im IENA – Guerdat nahm den Kurs in Angriff und im Stile des wahren Champions blieb er zur Freude des zahlreich erschienenen Publikums ohne Abwurf. Damit verbesserte sich die Schweiz mit total 36 Zählern noch auf den siebten Platz.
An der Spitze legte Belgien mit drei Blankorunden und total zwölf Punkten vor. Österreich lag vor der letzten Reiterin schon hinten. Blieb noch der letzte Starter für Schweden. Marcus Westergren hatte es mit Airco de l'Esprit Z «in den Zügeln». Null gleich Sieg, vier Punkte gleich Stechen, acht Punkte für Rang zwei – und was wurde es? Genau, zwei Abwürfe. Damit stand der Sieg für Belgien fest.
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