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Topleistung im ersten Umgang des WM-Nationenpreises und nun beste Schweizerin in der Einzelwertung: Janika Sprunger auf Bacardi. Foto: Hippo Foto Team
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Schweiz weiter auf Goldkurs

20.09.2018 23:13
von  Florian Brauchli //

Im ersten Umgang des Teamwettbewerbes der Springreiter an der WM in Tryon (USA) kam es zum grossen Umsturz. Favoriten wie Irland oder Belgien fielen weit zurück. Die Schweizer hielten der Nervenbelastung stand und verteidigten die Führung im Teamklassement mit 11.64 Punkten vor den USA (12.59) und Deutschland (18.09). In der Einzelwertung fiel Steve Guerdat mit einem Abwurf auf Rang acht zurück. Es führt Lorenzo de Luca (ITA, 1.19) vor McLain Ward (USA, 2.08) und Peder Fredricson (SWE, 2.16). Beste Schweizerin ist neu Janika Sprunger als sechste (2.96). Martin Fuchs belegt Rang zehn (4.68).

Im Vergleich zum Jagdspringen vertrat Werner Muff mit seinem Niederländerwallach Daimler als erster die Schweizer Farben. Das Paar harmonierte zunächst besser als am Vortag. Doch in die enge dreifache Kombination ritt der Seuzacher zu forsch und am Aussprung fiel die Stange. Gegen Ende des 565 Meter langen Parcours wartete dann noch die zweifache Kombination. Auch diese gelang Muff überhaupt nicht. Bereits beim Einsprung war er zu dicht und auch die Stange beim Aussprung fiel. Mit zwölf Punkten setzte er seine Teamkollegen bereits unter Druck. Diesem hielt Janika Sprunger aber stand. Ihr Niederländerhengst Bacardi kämpfte erneut bravourös mit und kam ohne Abwurf ins Ziel. Ganz kleiner Makel war der Punkt für Zeitüberschreitung. «Ich wollte schon in der Zeit bleiben, ohne aber alles zu riskieren. Die Runde ohne Abwurf war wichtiger und ich bin sehr froh ist mir das gelungen», so die Baslerin.

Martin Fuchs und Clooney wollten diesem Beispiel natürlich folgen. Der Start war top, genauso wie die beiden Linien mit der Dreifachen und dem offenen Wasser. Der Westfalenwallach zeigte sich äusserst konzentriert und sicher. In der Schlusslinie kam auch Fuchs zu nah an den Einsprung der Kombination heran. Zwar überwanden sie diesen fehlerfrei, doch der Schwung fehlte für den Oxer und die Stange fiel. «Sehr ärgerlich», so der Zürcher. «Ich habe die Linie zu forsch geritten.» Schlussreiter Steve Guerdat und Bianca konnten sich nun gar einen Abwurf erlauben, um die Führung in der Teamwertung zu verteidigen. Natürlich wollte der Jurassier aber auch im Einzel vorne bleiben. Dies gelang leider nicht – der Schwedenstute gelang der Oxer vor dem über 170 Zentimeter hohen Steilsprung nicht optimal. Die Folge war ein Abwurf. «Wenn ich sie zu fest zurücknehme vor dem Sprung ist Bianca irritiert. Ich darf nicht mit ihr kämpfen», analysierte Guerdat. Schade – denn der Fehler war die einzige Touche im ganzen Parcours, der sonst hervorragend gelang.

Am Freitag ab 13.30 (CH-Zeit 19.30) beginnt der alles entscheidende zweite Umgang, der über die Teammedaillen entscheidet. Die Schweiz geht als Führende in das finale Medaillenrennen. Der Olympiaplatz (Top sechs) scheint angesichts der 16 Punkte Vorsprung auf Rang sieben bereits gesichert.

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