Die Schweiz siegt im mit einer Viertelmillion Euro dotierten Nationenpreis der Schweiz beim CSIO5* St. Gallen vor Österreich und Grossbritannien.
Zehn Mannschaften nahmen die Aufgabe bei besten äusseren Bedingungen auf dem St. Galler Gründenmoos in Angriff. Für das Schweizer Team von Equipenchef Peter van der Waaij eröffnete Martin Fuchs. Der Zürcher musste mit dem Portugiesenwallach Lorde gleich zwei Abwürfe akzeptieren – kein optimaler Start. Da in einem Nationenpreis aber nur die drei besten Resultate jedes Team gewertet werden, war alles noch offen. Jason Smith schenkte den Fans mit seinem sprunggewaltigen Belgierhengst Picobello van’t Roosakker eine tolle Nullrunde. Alain Jufer brachte den routinierten Oldenburgerwallach Dante MM in die Arena und war ebenfalls auf bestem Weg zu einem Nuller, doch der Aussprung aus der zweifachen Kombination, das zweitletzte Hindernis, fiel und der Jurassier musste vier Punkte akzeptieren. Den Abschluss machte Steve Guerdat. Der Olympiasieger von 2012 vertraute auf den Belgierwallach Iashin Sitte. Bereits am allerersten Hindernis fiel die Stange. Der Rest des Parcours gelang dann nach Wunsch wie aus einem Guss. Mit total acht Strafpunkten lag das Heimteam gemeinsam mit den USA und Österreich auf Platz drei in Lauerstellung. In Führung lag Belgien mit vier vor Grossbritannien mit sechs Zählern.
Fuchs machte im zweiten Umgang – über den gleichen Kurs – erneut den Auftakt und der Zürcher konnte sich rehabilitieren und lieferte eine tolle Nullrunde. Smith und Picobello präsentierten sich nochmals hervorragend und blieben erneut ohne jeden Makel. Das Publikum tobte. Pech hatte Jufer, der bis zur Schlusslinie fehlerlos blieb, die Distanz zur Zweifachen dann nicht ganz richtig einschätzte und in der Folge gleich drei Abwürfe hinnehmen musste. Vor den jeweiligen letzten Teamreitern war die Spannung riesig. Plötzlich lag die Schweiz in Führung (8) vor Grossbritannien (9) – ein veritables Duell um den Sieg bahnte sich an. Guerdat konnte dem Heimteam mit einem Nuller den Sieg bereits sichern. Der Jurassier ritt konzentriert und sicher, alle Stangen blieben oben, der Jubel gross. Doch beim Blick auf die Anzeigetafel die Ernüchterung. Ein Zeitstrafpunkt – der Sieg vertagt. Der britische Schlussreiter Jack Whitaker konnte sein Team mit einem Nuller in das Stechen um den Sieg gegen die Schweiz führen. Doch so weit kam es nicht, am schmalen roten Steilsprung fiel die Stange und der Heimsieg war perfekt.
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