Das Schweizer WM-Fahrteam hat turbulente erste Tage hinter sich. Bereits vor dem ersten Start gab es für das Team herbe Dämpfer zu verkraften. Gleich zwei wichtige Dressurpferde bestanden die obligatorische Veterinärkontrolle nicht, eines von Yannik Scherrer und eines von Marcel Luder. Aus diesem Grund sah sich Equipenchef Daniel Wüthrich gezwungen, die Mannschaft umzustellen. «Dass Yanniks Leadpferd nun nicht zur Verfügung steht, ist bitter. Nun muss er den WM-Marathon mit einem Pferd fahren, dass noch nie Marathon trainiert hat. Deswegen haben wir Werner Ulrich für ihn in die Equipe genommen.»
Aus diesem Gesichtspunkt lief die erste Teildisziplin, die Dressur, gar nicht so schlecht. Alle vier Fahrer kam ohne gröbere Schnitzer ins Ziel. Am besten bewertet – für viele sogar zu zief – wurde Werner Ulrich. Der Berner Routinier, der sein WM-Comeback nach 18 Jahren Unterbruch gab, erhielt 56,17 Punkte und belegte damit Platz 25. Teamleader Jérôme Voutaz und seine Freiberger klassierten sich mit 56, 90 auf Platz 26 knapp dahinter. Marcel Luder, ebenfalls mit vier Freibergern am Start, totalisierte 64,10 (Rang 40). Einzelfahrer Scherrer musste sich mit Rang 46 begnügen (71,95).
Im Mannschaftsklassement führt Deutschland (79,319 vor Australien (81,17) und Belgien (84,24). Die Schweiz belegt mit 113,07 Rang zehn. Morgen Samstag steht der Marathon auf dem Programm, eine Disziplin, die den Schweizern mehr liegt.
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