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Das siegreiche Schweizer Team mit (v. l.): Martin Fuchs, Steve Guerdat, Equipenchef Michel Sorg, Pius Schwizer und Edouard Schmitz. Foto: Katja Stuppia
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22 Jahre Warten sind zu Ende – Heimsieg im Nationenpreis

06.06.2022 18:10
von  Florian Brauchli //

Zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 in Luzern gewinnt die Schweiz den Heimnationenpreis. Martin Fuchs, Edouard Schmitz, Pius Schwizer und Steve Guerdat schafften diesen historischen Erfolg nach einem Herzschlagfinale auf dem St. Galler Gründenmoos. Das Team von Equipenchef Michel Sorg verweist die Niederlande und Grossbritannien auf die weiteren Podestplätze.

Nach dem ersten Umgang lag die Schweiz, zusammen mit den Niederlanden und Norwegen, mit acht Punkten auf dem zweiten Zwischenrang hinter Grossbritannien mit vier. Martin Fuchs zeigte als Startreiter eine perfekte Runde. Im Sattel von Leone Jei blieb er makellos und verhalf dem Schweizer Team von Equipenchef Michel Sorg zu einem optimalen Start. Edouard Schmitz auf Quno zeigten bei ihrem Nationenpreisdebüt auf höchster Stufe ebenfalls eine gute Leistung, lediglich die Stange beim Einsprung der zweifachen Kombination fiel zu Boden. Pius Schwizer und Vancouver de Lanlore waren brillant unterwegs – aber nur bis zur Schlusslinie. Dort patzte das Duo sowohl am grauen Steilsprung als auch beim blauen Schlussoxer. Schlussreiter Steve Guerdat und Venard de Cerisy waren souverän und sicher unterwegs, alles passte, bis auch bei ihm die Stange am allerletzten Hindernis aus den Halterungen fiel.

In der Reprise startete die Schweiz erneut makellos – unter tosendem Jubel der vielen Zuschauer kamen Fuchs und Leone Jei ohne Fehler ins Ziel. Und im Gegensatz zur ersten Runde liessen sich die Teamkollegen nun davon inspirieren – Schmitz auf Quno und Schwizer auf Vancouver de Lanlore zauberten ebenfalls Nullrunden ins Gründenmoos. Guerdat musste so nicht mal mehr zu seinem zweiten Ritt antreten. Bei den Briten patzten zuerst Harry Charles mit Casquo Blue und dann auch Jack Whitaker auf Valmy de la Lande. Joe Stockdale blieb mit Cacharel makellos. Vor Schlussreiter John Whitaker auf Unick du Francport gab es zwei Optionen – bei einem Nuller gäbe es ein Stechen zwischen der Schweiz, bei einem oder mehreren Abwürfen würde die Schweiz erstmals siegreich sein auf dem Gründenmoos seit 1996. Der Start gelang Whitaker, doch dann passierte es – die Stange fiel beim Aussprung aus der dreifachen Kombination. Der Heimsieg war Tatsache. Dank der langsameren Gesamtzeit fiel Grossbritannien sogar noch hinter die Niederlande (Jack Ansems, Sanne Thijssen, Jur Vrieling, Marc Houtzager) zurück. «Endlich haben wir den Fluch gebrochen», freute sich Pius Schwizer. Steve Guerdat und Martin Fuchs lobten ausdrücklich die herausragende Stimmung der vielen Schweizer Fans im Stadion. «Es ist und bleibt unvergesslich», so Edouard Schmitz, der noch nicht mal auf der Welt war, als die Schweiz letztmals in St. Gallen triumphieren konnte.

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