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An der Medienkonferenz wurde das neue Programm für 2024 präsentiert. Foto: Katja Stuppia
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Pferdesport der Extraklasse und spektakuläre Knie-Show

15.11.2023 15:08
von  Roman Gasser //

Mit den drei Disziplinen Springen, Dressur und erstmals Voltige ist das Sportprogramm der Longines CHI Classics Basel  in der St. Jakobshalle vom 11. bis 14. Januar 2024 so abwechslungsreich wie noch nie. Jeder der vier Turniertage bietet herausragende sportliche Höhepunkte. Die anspruchsvollen Prüfungen, der gute Ruf des Turniers und das Preisgeld von einer Million Franken locken die Weltelite des Pferdesports nach Basel. In der täglichen Show verzaubert die achte Generation der Zirkusfamilie Knie das Publikum mit ihren unvergleichlichen Pferdevorführungen.

Das Basler Pferdesportturnier entwickelt sich stetig weiter. 2010 lanciert, gehört es seit 2019 zu den Weltcupstationen im Springreiten. Seit der erfolgreichen Premiere 2023 gilt dies auch für die Dressur. 2024 kommt nun mit Voltige eine dritte Disziplin dazu, in welcher erstmals in der Schweiz sogar der Weltcupfinal ausgetragen wird. Da wundert es nicht, dass die allerbesten ihres Fachs ihre Teilnahme bereits zugesagt haben.

Gelingt Henrik von Eckermann die Titelverteidigung?

Er ist Teamolympiasieger, Weltmeister im Einzel und mit der Mannschaft Weltcupfinalsieger und Teameuropameister: Henrik von Eckermann. Da ist es nur logisch, dass der schwedische Reiter auch die Weltranglis­te überlegen anführt. Umso grösser ist die Freude, dass er seine Teilnahme in Basel bereits bestätigt hat. Und zwar erneut mit King Edward, seinem Toppferd des Schweizer Besitzers Georg Kähny. Nur zu gerne möchte das Paar den Sieg bei der Weltcupprüfung in Basel wiederholen. Zu seinen grössten Rivalen zählen mit Martin Fuchs und Steve Guerdat die zwei Schweizer Reitstars, welche die Weltcupprüfung in Basel auch schon gewonnen haben.

Auch Seriensieger Julien Epaillard (FRA) und Max Kühner (AUT), Sieger des Longines Grand Prix in diesem Jahr, haben ihre Teilnahme bereits angekündigt. Peter van der Waaij, der neue Schweizer Equipenchef, hat für sein erstes grosses Turnier zudem Routinier Pius Schwizer sowie Barbara Schnieper und Edouard Schmitz für einen Start vorgesehen. «Die Nennungen können bis Mitte Dezember erfolgen. Aber aus unseren Vorgesprächen können wir schon heute ein absolutes Weltklasseteilnehmerfeld versprechen», betont OK-Präsident Andy Kistler.

An jedem Turniertag ist mindes­tens eine der acht Fünfstern-Springprüfungen zu erleben. Die Höhepunkte sind: Der Preis des Grand Hotel Les Trois Rois Basel am Donnerstag. Der mit 200'000 Franken dotierte Longines Grand Prix am Freitag. Das Dach-und-Holztech-Jagdspringen und das Championat der Stadt Basel um die «Goldene Trommel» am Samstag. Den krö-nenden Abschluss am Sonntag bildet der mit 330'000 Franken dotierte Longines Weltcup-GP, präsentiert von der Bank J. Safra Sarasin. Drei Prüfungen unter dem Patronat der Helvetia Versicherungen für die besten U25-Reiter runden das Programm im Springreiten ab.

Jessica von Bredow-Werndl an der Spitze der Dressur

Auch in der Dressur plant mit Jessica von Bredow-Werndl (GER) die Siegerin der Weltcupprüfung dieses Jahres und aktuelle Weltnummer eins die Teilnahme in Basel. Schon heute darf sich das Publikum also auf den Tanz der Wunderstute TSF Dalera BB der Schweizer Besitzerin Beatrice Bürchler-Keller im Basler Dressurviereck freuen. Zum bereits eindrücklichen Palmarès fügte das Paar dieses Jahr noch den Sieg beim Weltcupfinal in Omaha, Einzelgold in der Kür und im Grand-Prix-Spécial sowie Silber mit dem Team an der Europameis­terschaft in Riesenbeck hinzu.

Herausgefordert werden sie unter anderem von der Dänin Nanna Skodborg Merrald, die im Januar in der St. Jakobshalle mit ihrem Wallach Zepter erstmals eine Weltcupprüfung ritt, die Kür als Dritte beendete und mit schönen Erinnerungen nach Basel zurückkehrt. Nicht fehlen darf natürlich mit Isabell Werth die erfolgreichste Dressurreiterin der Geschichte. Zu ihren Erfolgen zählen sieben Olympiagoldmedaillen, neun Weltmeis­terschafts- und 21 Europameis­terschaftstitel sowie fünf Weltcupfinalsiege. Diese Erfahrung und Klasse wird in Basel zu sehen sein.

Aus dem Schweizer Dressurkader sieht Equipenchefin Ruth Haas die Schweizermeisterin Charlotte «Tiggy» Lenherr sowie Charlotta «Kiki» Rogerson – Zweite der Schweizer Meisterschaft – für einen Start vor. Beide gehörten zum Schweizer Team an der Europameisterschaft im September in Riesenbeck und erzielten Podestplätze am Weltcupturnier Anfang Monat in Motesice (SVK). In den beiden vom Grand Hotel Les Trois Rois präsentierten Prüfungen, dem Grand Prix am Freitag und der Kür am Samstag können sie sich mit der Weltelite messen.

Weltcupfinal Voltige mit den Stars der Szene

Im Springreiten und in der Dressur geht es in Basel darum, wertvolle Punkte zur Qualifikation für den Weltcupfinal zu sichern. Dieser findet für beide Disziplinen vom 16. bis 20. April 2024 in Riad, der Hauptstadt des Königreichs Saudi-Arabien, statt. Anders ist es im Voltigieren. Der Weltcupfinal dafür gelangt im Rahmen der CHI Classics Basel zur Austragung. «Wir möchten dieser Disziplin eine tolle Plattform bieten und uns so auch optimal auf unseren Weltcupfinal vom 2. bis 6. April 2025 in den Disziplinen Springreiten, Dressur und Voltige in Basel vorbereiten», erklärt OK-Präsident Andy Kistler.

Je acht Einzel-Voltigiererinnen und -Voltigierer sowie fünf Duos im Pas-de-Deux sind für den Weltcupfinal startberechtigt. Schon vor der letzten Qualifikation von Ende November in Sao Paulo (BRA) ist klar, dass mit Katrin Meyer (GER) und Jannik Heiland (GER) die beiden Titelverteidiger dabei sind. Die deutsche Europameisterin im Einzel und Team bekommt es mit gleich zwei Schweizerinnen zu tun. Mit Ilona Hannich, die an den Europameisterschaften in Flyinge (SWE) gleich vier Medaillen gewann. Und mit Nadja Büttiker, die an früheren Weltcupfinals schon Silber (2018 in Dortmund) und Bronze (2019 in Saumur) eroberte. Auf Jannik Heiland wartet mit Europameister Quentin Jabet und dem Europameisterschaftszweiten Theo Gardies starke Konkurrenz aus Frankreich. Zu rechnen ist auch mit den Brüsewitz-Brüdern aus Deutschland und Andrin Müller, der beim letzten Weltcupfinal in Omaha Bronze für die Schweiz holte. Im Pas-de-Deux sind mit Diana Harwardt und Peter Kühne (GER) sowie Rebecca Greggio und Davide Zanella (ITA) die Silber- und Bronzemedaillengewinner des letzten Finals am Start. Die Europameister Romana Hintner und Eva Nagiller (AUT) sowie die zwei Schweizer Paare Li Laffer/Ilona Hannich und Zoe Maruccio/Syra Schmid komplettieren das Teilnehmerfeld. Beim Technik-Test am Freitag und der Kür am Sonntag entscheidet sich, wer sich Weltcupfinalsieger 2024 nennen darf.

Spektakuläre Show mit Pferden, Akrobatik und Artistik

In der täglichen Show verzaubert die achte Generation der Zirkusfamilie Knie mit Ivan, Chanel sowie Maycol jun. das Publikum mit ihren unvergleichlichen Pferdedarbietungen. Der 22-jährige Ivan Knie führt die Tradition seines Grossvaters Fredy Knie jun. und seiner Mutter Géraldine Knie weiter und bringt 28 edle Hengste dazu, auf drei Bahnen gegen- einander zu laufen und ein wunderschönes Pferdekarussell zu formieren. Diese Vorführung wurde 2020 vom Zirkusfestival von Monte Carlo mit dem begehrten «Goldenen Clown»  ausgezeichnet. Chanel Knie kann mit ihren zwölf Jahren schon auf zehn Jahre Erfahrung in der Manege zurückblicken und zeigt auf dem bildhübschen Schimmel Laureus eine klassische Hohe Schule. Herzerwärmend ist es, wenn der erst fünfjährige Maycol jun. zusammen mit seinem Bruder Ivan ein «Gross und Klein» präsentiert. Dazu sorgen Akrobatinnen an den Strapaten – begleitet von sinnlichen Wassereffekten – für atemberaubende, noch nie gesehene Momente. Artisten in LED-Kostümen runden das unvergessliche Spektakel mit einer mitreissenden Symbiose aus Licht, Musik und Tanz ab.

Begehrte Partnerschaften, VIP-Tische und Tickets

Als Ergänzung zu den vielen langjährigen Partnern konnten mit der Bücheler Architektur und Generalunternehmung, Joker Personal und den Vista Augenpraxen gleich drei neue Partnerschaften abgeschlossen werden. Zur Attraktivität der Angebote tragen auch die Liveübertragung der Weltcupprüfung am Sonntagnachmittag durch das SRF und des Longines Grand Prix am Freitagabend auf S1 bei. Alle anderen Prüfungen sind auf ClipMyHorse.tv zu sehen. Von den 100 VIP-Tischen sind nur noch einzelne verfügbar. Fast ein Drittel aller verfügbaren Tickets sind bereits verkauft, obwohl die Werbekampagne für den Anlass erst jetzt beginnt. Es empfiehlt sich also, sich die gewünschten Plätze umgehend bei www.ticketmaster.ch zu sichern.

Für die Pferde hat CHI-Vizepräsident Christoph Socin zum Abschluss eine erfreuliche Nachricht: «Wir halten für alle Pferde deutlich grössere Boxen bereit, als es Standard und erforderlich ist. Bei uns in Basel dürfen die Pferde also quasi in Juniorsuiten logieren.»

www.chi-classics-basel.com

 

 

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