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Daniel Etter und I am Samourai Z hiessen die Sieger im Grossen Preis.
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Daniel Etter flog zum Sieg

04.07.2017 10:17
von  Kirstin Burr //

Im Grossen Preis über 155 Zentimeter stand Daniel Etter ganz vorne. Marc Bettinger und Aurelia Loser komplettierten das Podium. In den N 145 hiessen die Sieger Fré­dérique Fabre-Delbos und Pius Schwizer. 68 Paare traten im Grossen Preis an, der gleichzeitig eine der Qualifikationen für die Schweizer Meisterschaft und den Schweizer Cup Top-Ten-Final war. Am Anfang sah es nach sehr vielen Nullfehlerritten aus, da sich aus den ersten fünf Paaren vier für das Stechen qualifiziert hatten. Doch die zweifache Kombination und der vorletzte Sprung erwiesen sich als Klippe des Kurses von Marc Etter. Am Ende gelang es doch nur zehn Paaren, den Kurs fehlerfrei in der Zeit zu beenden. Yannick Jorand auf Cipetto und Romain Jucker mit Harley de Laubry scheiterten an der Zeit und wurden Elfter und Zwölfter.

Etter vor Bettinger

Marc Bettinger eröffnete mit Amber das Stechen. Der Deutsche legte mit der neunjährigen Stute eine gute Zeit vor. «Amber sprang super. Sie ist noch etwas grün, daher konnte ich nicht alles riskieren. Ich habe zwei-, dreimal einen Galoppsprung mehr gemacht, daher wird die Zeit nicht für den Sieg reichen», resümierte der Lebensgefährte von Faye Schoch nach seinem Ritt. Doch er behielt seine Führung erst einmal. Audrey Geiser riskierte mit Holiday nicht zu viel, freute sich aber über ihren fünften Schlussrang. Auch Séverin Hillereau und Avalon gingen nach dem Fehler am zweiten Sprung auf Nummer sicher. Es wurde der neunte Platz. Den nächsten Angriff auf Bettingers Führung wagte Aurelia Loser. Mit Quelmec du Gery gab sie unter dem Anfeuern ihres Freundes und Trainers Alain Jufer richtig Gas. Doch am Ende war sie 0.2 Sekunden lang­samer. Lucas Sturzen­egger und Espoir versuchten, an die Zeit heranzukommen, aber nach einem Fehler am letzten Sprung wurden sie Achte. «Ich bin sehr zufrieden mit Espoir. Er ist jetzt seinen dritten GP gelaufen und war jedesmal null im Umlauf. Das hätte vor zwei Jahren noch keiner gedacht», lobte der junge Reiter sein Pferd. Auch Marie Etter-Pellegrin wollte gewinnen, doch die Wendung nach der Kombination gelang ihr mit Une de l’Othain nicht optimal und sie muss­te einen kleinen Haken schlagen. Das kostete Zeit und die beiden reihten sich knapp hinter Loser ein. Dann betraten Daniel Etter und I am Samourai Z die Bahn. Die beiden jagten los und wendeten so eng, dass den Zuschauern mehr als einmal der Atem stockte. Mit fast zwei Sekunden Vorsprung übernahmen die beiden die Führung. «Er ist so ein tolles Pferd. Ich habe ihn für mich gekauft, weil ich davon überzeugt war, dass er das Potenzial hat, ein richtig Guter zu werden. Letztes Jahr habe ich den Fehler gemacht, dass ich zu schnell zu viel wollte. Das war nicht gut, ich musste ihn dann wieder in kleineren Sprin­g­en einsetzen, um ihm wieder mehr Vertrauen zu geben. Danach war ich selbst ein halbes Jahr verletzt. Er hat dieses Jahr schon ein Ranking­springen gewonnen und war auch sonst häufig null und vorne platziert», erzählte Etter. Nachdem Loser mit ihrem zweiten Pferd Quinette Theod am dritten Sprung einen Fehler hatte und sich vor Sturzenegger schob, musste der Europameister von 2009 nur noch einmal zittern. Pius Schwizer und sein Schweizer Wallach Leonard de la Ferme, die vor Wochenfrist noch den GP in Cheseaux gewonnen hatten, wollten auch hier gewinnen. Fast eine Sekunde Vorsprung hatte Schwizer im Ziel, doch die Stange am letzten Sprung fiel. Selbstkritisch nahm er den Fehler auf seine Kappe: «Ich bin zum letzten nicht gut hingeritten.»

Pius Schwizer siegte über 145 Zentimeter und war mehrmals vorne platziert.

Siege für Schwizer

Doch auch wenn es im GP nicht geklappt hat, musste Schwizer nicht sieglos nach Hause fahren. Am Freitag entschied er das N 145 für sich. Mit About a Dream verwies er Reto Ruflin und Calmine auf den zweiten Rang. «About ist ein grandioses Pferd. Sie ist zwar etwas schwierig, aber hat alles drin», erzählte der Seriensieger von Cheseaux über seine achtjährige Stute. Auch der dritte Rang ging an ihn und Chidame Z. Mit dieser belegte er bei seinem zweiten Sieg in der Prüfung über 140 Zentimeter ebenfalls den dritten Platz. Diesmal siegte er auf Uderzo de Rance. Niklaus Rutschi wurde mit Miramar Zweiter. Das Paar entschied das N 140 für sich. Hier gingen die weiteren Podestplätze wieder an Schwizer. Mit Tina de l’Yserand wurde er Zweiter, auf Balou Rubin R Dritter. Das zweite N 145 gewann Frédérique Fabre-Delbos auf Brenda de Gelivaux vor Séverin Hillereau mit Avalon und Rachel ­Baechler auf Cherie vd Boslandhoeve. Alain Jufer gewann das dritte N 140 auf Casall vor Evelyne Buss­mann mit Fleury d’Aveline und Bryan Balsiger auf Jenkins ter Doorn.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 26/2017)

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