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Ein Ort zum Wohlfühlen

11.02.2014 13:56
von  Karin Rohrer //

Heimenhausen ist eine kleine Gemeinde im Verwaltungskreis Oberaargau des Kantons Bern. Im Reitsportzentrum Heimenhausen, idyllisch in Waldnähe gelegen, fühlen sich Schul- und Sportpferde gleichermassen wohl. Dafür sorgen die Besitzerfamilie Zahnd und Bereiter Hanspeter Fellmann.

Im Jahr 2005 haben Carla und Fritz Zahnd den Hof übernommen und einen Grossteil davon tierschutzgerecht renoviert, eine neue Mistgrube und Boxen in­tegriert sowie den Reithallensand erneuert. «Vor allem die alten Stände wurden durch neue Boxen ersetzt, wo wir gesamthaft 12 Pferde, eigene Springpferde und Pensionäre, untergebracht haben», erklärt die 55-jährige Carla Zahnd, welche in Teilzeit in ihrem Beruf als Lehrerin arbeitet und eine begeisterte Freizeitreiterin ist. Sie hat erst spät Gefallen gefunden am Reiten und zwar durch ihre Tochter Nadja, die zurzeit an der Uni Bern ihr Masterstudium in Rechtswissenschaften abschliesst und nebenbei im Büro des SVPS in Bern arbeitet. Die 23-Jäh­rige ist vor allem im Springsattel anzutreffen, wo sie schon beachtliche Erfolge feiern konnte. Ihre vierbeinigen Cracks wie auch die Pensionäre geniessen zur Abwechslung auch Spaziergänge an der Hand und Auslauf. «All unsere Pferde kommen täglich raus. Entweder auf separate Weiden oder im Herbst/Winter auf einen der 16 Sandpaddocks rund um den Aussenplatz», betont Nadja Zahnd, welche fast immer von ihrem Jack Russel Terrier Timmy begleitet wird. Dem pflichtet ihre Mutter Carla bei. Auch ihr ist wichtig, dass der faire Umgang mit den Pferden im Vordergrund stehen soll und mit dem Ehrgeiz vereinbar ist.

Reitunterricht auf allen Stufen

Der gelernte Bereiter Hanspeter Fellmann hat einen Anteil des Reitsport­zentrums gepachtet und betreibt die Reitschule mit momentan sieben Schulpferden, alles Warmblüter. Anfänger- und Longenunterricht gehören ebenso ins Repertoire wie geführte Ausritte sowie Spring- und Dressurreitstunden für Fortgeschrittene. Der 61-Jährige ist aktiver Concoursreiter und seit gut 35 Jahren selbstständig. Zu seinem Team gehört die eidg. dipl. Bereiterin Christine Baumgartner, die seit fast 14 Jahren mit ihm zusammen arbeitet und auch für den Reitunterricht zuständig ist. Bei den zehn Pensionspferden werden sie unterstützt von einer Lehrtochter Pferdefachfrau Richtung Pflege im dritten Lehrjahr sowie von einem Lehrling Pferdewart. Hanspeter Fellmann bewohnt mit seiner Lebenspartnerin Esther Graber das Mehrfamilienhaus, welches zum Reitsportzentrum Heimenhausen gehört. Ebenfalls in diesem Mehrfamilienhaus wohnt Christoph Zedi, der 27-jährige Bereiter, welcher bei der Familie Zahnd angestellt ist. «Wir haben einen guten Draht zueinander und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut», erzählt Hanspeter Fellmann, der im luzernischen Oberkirch aufgewachsen ist und ein bekennender Fan des FC Luzern ist. «Wenn jemand krank ist, springt man ein, wie das in einem familiären Betrieb sein soll», ergänzt Nadja Zahnd.

 

Von der Galoppbahn zum Paddock

Der 62 mal 42 Meter grosse Sandplatz kann das ganze Jahr genutzt werden und ist eine ideale Ergänzung zur 40 mal 20 Meter grossen Reithalle, welche erst gerade mit einer neuen Bewässerung ausgestattet wurde und direkt neben den Stallungen liegt. Die Reithalle verfügt über einen grossen Saal mit Tribüne, einem grosszügig eingerichteten Reiterstübli und WC. Der Sandplatz wurde erst vor rund eineinhalb Jahren erstellt, gleichzeitig mit dem Schopf, wo Heu- und Maschinenlager untergebracht sind.

Der grosse Sandplatz kann das ganze Jahr über genutzt werden.

Die ehemalige Galoppbahn rund um die Infrastruktur wurde in einzelne Paddockweiden umfunktioniert, welche auch von den Schulpferden genutzt werden. «Die meisten Schulpferde laufen zwei oder drei Stunden am Tag und der Weide- oder Paddockauslauf sind für die Psyche der Pferde sehr wichtig, da machen wir keinen Unterschied von Pensionär oder Schulpferd», sagt Hanspeter Fellmann. So werden die Schulpferde auch mal verkauft, ausgetauscht und es kommen immer wieder neue hinzu, damit sie ihren Job gerne machen und nicht abgestumpft werden. Nebst Brevetlehrgängen steht auch die Lizenzvorbereitung im Angebot der Reitschule und die Halle ist mit Reitschülern und Pensionären gut ausgelastet. Reitstunden sind im Abonnement günstiger und auch die Pensionäre im Reit­sportzentrum Heimenhausen profitieren von einer Preisreduktion für Reitstunden oder Beritt.

Rundumservice auf Wunsch

Heu, Haylage und Stroh wird zugekauft und die Pensionäre können zwischen Hypona oder St. Hippolyt Kraftfutter auswählen. Die Pferde werden dreimal pro Tag gefüttert und auch das Misten der Boxen wird täglich dreimal erledigt. Beim Weidemanagement ge­hö­ren auch das Anlegen von Gamaschen, Hufglocken oder Fliegendecken zum Service und Hilfestellung beim Besuch von Hufschmied und Veterinär sind selbstverständlich.

Die Pferde geniessen in ihren Ausläufen die Wintersonne.

Auf Wunsch können die Pensionspferde auch fachmännisch bewegt werden durch die Bereiterin/Bereiter vor Ort. «Das abwechslungsreiche und schö­ne Ausreitgebiet ist wohl einzigartig hier, da man stundenlang durch das Gelände streifen kann, ohne eine Strasse überqueren zu müssen», fügt Carla Zahnd hinzu. Das herrliche Reitgelände ist sicher auch ein Grund, weshalb momentan eine Warteliste geführt wird für Pensionäre und die Boxen alle belegt sind.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 06/2014)

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