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Pius Schwizer (hier mit Chidame Z) gewann gleich drei Prüfungen.
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Pius Schwizer in Traumform

27.06.2017 12:52
von  Kirstin Burr //

Der Sieger in den Prüfun­gen N 155, N 145 und N 140 hiess Pius Schwizer. Eine weitere Prüfung über 140 Zentimeter entschied Ro­main Sottas für sich. Im N 140, das den Junioren, U25 und Jungen Reitern vorbehalten war, gelang Bryan Balsiger ein Doppelsieg. Im nachfolgenden N 145 stand Joanna Szabo oben auf dem Treppchen.

Den Höhepunkt des Wochenendes bildete der Grosse Preis. Der Kurs war anspruchsvoll und nur vier Reiter qualifizierten sich für das Stechen. Das Publikum musste lange auf den ersten Nullfehlerritt warten. Erst dem 30. Paar, Reto Ruflin und Calmine, gelang es, den Parcours fehlerfrei in der Zeit zu beenden. Die Reiter waren sich einig: «Der Kurs war schwer, aber fair. Es gab die zwei Linien in die beiden Kombinationen, wo es am meisten Fehler gab.» Die junge Reiterin Stella Trümpi belegte den fünften Schlussrang, da die Zeit am Ende nicht ganz gereicht hatte. «Ich habe Cold as Ice Z seit drei Jahren. Sie hat ein Riesenherz und kämpft immer für mich. Wenn ich in den Parcours reite, kann ich mich auf sie verlassen. Im Alltag dagegen findet sie es lustig, uns auch mal zu ärgern. Ohne sie wäre ich heute nicht da, wo ich bin», erzählte Trümpi über ihre Stute. Seit März trainiert sie mit dem Deutschen Marc Bettinger, dem Lebensgefährten von Faye Schoch. Auch für diesen war die junge Amazone voll des Lobes. «Marc ist ein Pferdekenner und ein sensationeller Trainer. Ich bin ihm unendlich dankbar.» Hinter ihr reihte sich Sévérin Hillereau mit Avalon ein, auch diesen beiden wurde die Zeit zum Verhängnis. 

Viererstechen

Die Entscheidung eröffnete Reto Ruflin auf Calmine. Doch schon am ers­ten Hindernis fiel die Stange und die beiden belegten den vierten Rang. Aurelia Loser hatte Quinette Theod gesattelt, mit der sie in Uster erfolgreich war. Aber auch bei ihr standen am Ende vier Punkte auf der Tafel. Pius Schwizer und sein Inländerwallach Leonard de la Ferme waren die nächsten Starter. Der Oensinger hatte die Konkurrenz schon zweimal in den letzten Tagen hinter sich gelassen. Und auch diesmal zeigte er, wie es geht und drehte eine blitzsaubere, schnelle Runde, die noch einmal zwei Sekunden schneller war als Losers. Danach musste er noch einmal zittern, als Sévérin Hillereau mit Charron R Gas gab. Aber ausgerechnet am letzten Sprung fiel die Stange. Doch auch sonst hätte der Franzose den zweiten Rang belegt, da er 0.2 Sekunden langsamer war. «Der Kurs war anspruchsvoll, aber gut gebaut. Es war ein wunderschönes Turnier mit netten Leuten. Die Familie Rytz und ihr Team haben es toll organisiert. Ich komme gerne hierhin», lobte Schwizer die Veranstaltung. 

Johanna Szabo und Sir gewannen im N 145.

Schwizers Siege

Auch im N 145 am Freitag stand Pius Schwizer oben auf dem Treppchen. Mit Chidame Z verwies er Frédérique Fabre Delbos auf Rang zwei. Diese gewann mit dem 16-jährigen Nirvana Basters noch vor Kurzem den Grossen Preis in Crête. Diesmal verhinderte ein Fehler die Teilnahme am Stechen im GP. Sie war trotzdem zufrieden: «Nirvana ist gut drauf und super in Form. Zweiter im N 145 und Neunter im GP. Der Fehler war zwar schade, aber man kann auch nicht immer gewinnen.» Den dritten Plaz sicherte sich noch einmal Schwizer mit seinem Pferd About a Dream. Auf Rang acht klassierte sich Ariane Muff mit Tirano Landais. Auch die beiden waren im Grossen Preis mit vier Punkten platziert. «Tirano ist erst das zweite Mal ein N 155 gegangen. Ich bin sehr glücklich mit seiner Leis­tung. Er hat einen sehr starken und speziellen Charakter, aber einen äusserst sensiblen Kern. Er ist etwas ganz Spezielles für mich. Wenn man ihn auf seiner Seite hat, macht er alles für einen», schwärmte Muff über ihr Pferd. Mit Uderzo de Rance holte sich Schwizer dann im Springen über 140 Zentimeter einen weiteren Sieg. Niklaus Rutschi mit Miramar und Elian Baumann auf Colani von Worrenberg wurden Zweiter und Dritter. Das erste N 140 entschied Romain Sottas auf Countdown für sich. Rachel Sandoz mit Gigolo und Laurent Fasel auf Surfire vervollständigten das Podest.

Sichtung für die Europameisterschaften

Am Samstagnachmittag standen die Junioren und Jungen Reiter im Vordergrund. Es wurden ein N 140 und ein N 145 ausgetragen. Beide Prüfungen dienten der Sichtungen für die Europameisterschaften. In der Prüfung über 140 Zentimeter war Bryan Balsiger nicht zu schlagen. Mit Jenkins ter Doorn war er der Einzige, der unter 65 Sekunden blieb. Auch den zweiten Platz sicherte er sich mit Clouzot de Lassus. Coralie Maitre und Rosso Antico wurden Dritte. Nur drei Paaren gelang es, im N 145 in beiden Phasen null zu bleiben. Joanna Szabo war mit Sir fast zwei Sekunden schneller als Emilie Paillot und New Curtis. Rang drei ging an Fabienne Eggenberger und Dexter.

(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 25/2017)

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